DKIZ

Deutsches Kontakt- und Informationszentrum in Griechenland

7 Umweltschutz und Tierschutz

4. Oktober: Welttierschutztag

Der 4. Oktober ist der Tag des “Heiligen Franziskus von Assisi”. Er ist Schutzpatron der Tiere, die er als Brüder der Menschen ansah. Auf Vorschlag eines Berliner Tierfreundes wurde daher 1931 auf einem internationalen Tierschutzkongress in Florenz der 4. Okt. zum internationalen Welttierschutztag erklärt.
In Mittelmeerländern, so auch in Griechenland, ist Tierschutz ein heikles Thema. Staatliche Fürsorge gibt es nicht in nennenswertem Umfang, private Initiativen von Tierfreunden versuchen an der Basis mit viel Idealismus und persönlicher Opferbereitschaft zu helfen, häufig verleumderischen Anfeindungen ausgesetzt. Finanzielle Mittel, um Rettungsaktionen, Behandlungen etc. durchzuführen, müssen in der Regel mühsam durch Spenden, Bazare o.ä. zusammengetragen werden. Um diese funktionierenden Initiativen besser bekannt zu machen, wollen wir in unsere Website www.dkiz.gr eine Liste der funktionierenden Tierschutzvereine aufnehmen. Wir bitten unsere Leser/Innen um entsprechende Hinweise.
Wie wichtig persönlicher Einsatz ist, zeigt auch der Bericht unseres Vorstandsmitgliedes Siegi Diakakis: „Wenn wir uns für einen Hund oder eine Katze als Haustier entscheiden, ist es sehr wichtig, dass wir uns darüber im Klaren sind, welche Arbeit auf uns zukommt. Tiere bleiben immer Kleinkinder, Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 31 Oktober 2008

Rückblick auf den Sommer

Nach dem schwarzen Brand-Sommer 2007 mit mehr als 2.500 km2  = 2,5 Mio. verbrannten Stremmata und fast 70 Todesopfern  hatten viele von uns die Hoffnung, dass dieser Schock  ein grundsätzliches Umdenken in Griechenland, was Umweltschutz und Brandverhütung angeht, bewirken würde. Leider scheint dies nicht. im erhofften Umfang erfolgt zu sein. Zwar gab es im Verhältnis zum Vorjahr nach Angaben der Feuerwehr  ca. 1/3 weniger Brände, aber von Mai bis August waren es doch wieder 4758 registrierte Brände! Die eigentliche Katastrophe aber ist, dass: 70 % dieser Brände durch Dummheit und Fahrlässigkeit entstanden sind, 15-20% auf Brandstiftung beruhen und lediglich 5-10 % unvermeidbar waren, weil sie eine natürliche Ursache hatten (Fundstelle Kathimerini 24.08.2008). Bei diesen Daten erinnert man sich an den auf der Website von Greenpeace abgedruckten  Ausspruch des Indianerhäuptlings Seattle “Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“.
Die Hoffnung aber stirbt zuletzt. Kleine Erfolge sind zu vermelden! „Unser“ Feuerlöschfahrzeug der Freiwilligen Waldschutzinitiative Kaissariani, von den Freiwilligen Waldschützern liebevoll „Alarich“ genannt, hat sich im Sommer 2008  in vollem Umfang bewährt. Er ist praktisch ununterbrochen im Einsatz. Beim Großbrand des Hymettos am 25. Juni 2008 hat er entscheidend dazu beigetragen, dass das Feuer relativ schnell unter Kontrolle gebracht und größere Schäden vermieden werden konnten. Dies wurde auch anerkennend in griechischen Medien gewürdigt.
Aber auch andere Initiativen haben die Zeit genutzt. Eine ausführliche Darstellung, was in der Zwischenzeit von diesen Initiativen in Sachen Umweltschutz, Waldschutz und Wiederaufforstung bewirkt wurde, ist als Sonderausgabe s+a für den Oktober 08  vorgesehen. Wir bitten Sie um Ihre schriftlichen Beiträge bis Ende September 2008!


Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 23 September 2008

Waldbrand am Hymettos, am 25. Juni 2008

Das Feuer brach am 25. Juni 2008, mittags um 12.45 h, an der Nordost-Seite des Hymettos, am Fuss des Gebirges in der Gegend von Glyka Nera, bei einer Windstärke von 6 – 7 Beaufort aus. Um 12.55h erhielt die Freiwillige Waldschutzgruppe Kaissarianis die Aufforderung zum Einsatz und die 3 kleinen Feuerlöschwagen fuhren über die Attiki Odos zur Brandstelle, wo sie sofort den Kampf mit dem Feuer aufnahmen. Aufgrund des starken Windes und des unzugänglichen Geländes mit einer Steigung von mehr als 45 % erklomm das Feuer mit grosser Geschwindigkeit die Höhen des Hymettos. Um 13.30h kamen Löschflugzeuge zum Einsatz.
Gegen 14.00h konnten die Flugzeuge die Feuerfront an der Grenzlinie der Nordwestseite des Berges aufhalten, 100 m bevor sie eine Schlucht erreichte, wo die Bekämpfung des Feuers unmöglich gewesen und somit der ganze Berg abgebrannt wäre.
Die Berufsfeuerwehr forderte die EDDK (Freiwillige Waldschutzgruppe der Gemeinde Kaissarianis) auf, den Magirus-Feuerwehrwagen (liebevoll „Alarich“ genannt) im Abstand von 1 km, südlicher und unterhalb der Feuerfrontlinie zusammen mit 10 Wassertankwagen der Bezirksverwaltung aufzustellen, um so die letzte Angriffslinie zur Rettung des Waldes zu organisieren, für den Fall, dass die Feuerfront sich nach Süden bewegen würde. Gleichzeitig bat die Berufsfeuerwehr die EDDK, Gruppen Freiwilliger zu senden, die dort zum Einsatz kommen sollten, wo die Feuerfront gestoppt werden konnte. Vier Abteilungen (65 Freiwillige) erreichten diese Stelle um 14.40h und begannen mit der Feuerbekämpfung in diesem schwer zugänglichen Gelände, mit beständigem Wiederaufflammen der Brandherde und starker Rauchentwicklung.
Um 17.00h erbat die Berufsfeuerwehr den Einsatz des Magirus Feuerwehrwagens und der Tankwagen direkt an der Feuerfront zur Unterstützung der Freiwilligen.
Der Magirus übernahm den Einsatz und arbeitete ohne Unterbrechung bis 4.00h morgens des 26. Juni. Er unterstützte das angeschlossene Schlauchnetz mit mehreren Verzweigungen, mit einer Gesamtlänge von 5 km. Die fortwährende Wasserbelieferung wurde durch die Tankwagen der Bezirksverwaltung sicher gestellt.
Bei dem Unternehmen waren 150 Freiwillige der EDDK im Einsatz, darüber hinaus unterstützten weitere Hilfsgruppen aus dem Netzwerk der EDDK, wie folgt: 60 Pfadfinder, 17 Personen der Waldschutzgruppe Ilioupolis; 20 Jeeps der Attika-Gruppe transportierten Material, 10 Funkamateure halfen bei der Weitergabe der Meldungen.
Es gab drei leicht Verletzte.
Das Unternehmen endete am Donnerstag, 26. Juni 2008, 17.00h.

Bei seinem ersten Einsatz am Hymettos hat „Alarich“ bei der Bekämpfung des Feuers und der Begrenzung des verbrannten Gebietes auf 1000 Stremmata (100 Hektar) die ausschlaggebende Rolle gespielt. Mit seinem Einsatz hat der Feuerwehrwagen bewiesen, wie sinnvoll die Schenkung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und der Griechenlandhilfe Tübingen war, und die Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten dieser freiwilligen Waldschutzgruppe aufgezeigt.


Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 30 Juni 2008

WELT-UMWELTTAG 05. JUNI 2008

Ein Appell an unsere Vernunft und unser Gewissen

Der jährliche Umwelttag erinnert seit seiner Premiere im Jahr 1970 an die Notwendigkeit, unsere Umwelt zu schützen. In diesem Jahr steht der Welt-Umwelttag ganz im Zeichen des Klimaschutzes. „Kick the habit! Towards a Low Carbon Economy“ lautet das internationale Motto.

Spätestens seit den katastrophalen Bränden im Sommer 2007 ist das Thema Umwelt endlich auch in Griechenland mehr ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Zwar verfügen wir immer noch nicht über ein eigenständiges Umweltministerium, aber die Forderung danach wird immer lauter – nicht zuletzt dank der Mahnungen des Griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias und des tapferen Einsatzes von Stavros Dimas, dem Europäischen Umweltkommissar. Die öffentliche Verwaltung und die Politiker bewegen sich zwar weiterhin gemächlich, aber die Proteste der Bürger, die spontan im Juli und September letzten Jahres mit großen Demonstrationen und mehr als 15000 Teilnehmern auf dem Syntagma-Platz in Athen und anderen Orten Griechenlands begannen, werden auf verschiedenen Ebenen und unterschiedliche Weise fortgesetzt.
Ob es sich um die Aktionen gegen die Wasserverschmutzung am Ambrakischen Golf oder dem Golf von Korinth handelt, die Proteste der Menschen auf Santorini gegen die Nichthebung des 2007 gesunkenen Schiffes „Sea Diamond“ und die damit verbundene kontinuierliche ökologischen Katastrophe, gegen die Trockenlegung des Pyli-Sees auf der Insel Kos, die Trinkwasserverseuchung im Bereich Oropos, die zahlreichen Unterschrifts-Petitionen im Internet, um nur einige beispielhaft aufzuzählen, alle eint die Stimme gegen die Zerstörung des natürlichen Umfeldes und deren Konsequenzen für die Lebensqualität. All dies weist darauf hin, dass der griechische Bürger sein Verhältnis zum Staat zu ändern beginnt.

Aber auch wir als Bürger dieses Staates sollten unser Verhalten in Sachen Umweltschutz kritisch unter die Lupe nehmen. Wie steht es um unseren Wasserverbrauch, Stromverbrauch, die Entsorgung des Mülls? Energiesparen fängt im Kleinen an. Auch Sie können im Alltag den Energie-Verbrauch drosseln und Treibhausgase reduzieren. Z.B. indem Sie Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Energiesparlampen kommen mit weniger als einem Viertel der Energie aus im Vergleich mit herkömmlichen Glühbirnen. Lassen Sie Ihre elektronischen Geräte wie Fernseher, Telefon und Lautsprecher nicht im Stand-by-Modus, und schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen. Die Küche bietet viele Möglichkeiten, bewusst Energie zu sparen. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser zu erhitzen. Benutzen Sie die Kochplatte mit der richtigen Größe. Lassen Sie den Kühlschrank regelmäßig abtauen. Kaufen Sie effiziente Elektro- und Elektronikgeräte. Wenn Sie eine Spülmaschine, einen Fernseher oder eine Waschmaschine kaufen, entscheiden Sie sich für ein energieeffizientes Modell, das als „A/A+“ eingestuft ist. Das Gleiche gilt für Heim-Elektronik.
Wenn man konsequent, recycelt, lassen sich die Treibhaus-Emissionen deutlich senken. So trägt beispielsweise das Recycling von Papier und Karton zur Vermeidung von Methanemissionen aus Mülldeponien bei. Wer zusätzlich ein Kilogramm Aluminium sammelt, kann dadurch jährlich bis zu elf Kilogramm- CO2-Emissionen einsparen. In vielen Fällen verschlingt die Herstellung von Produkten aus Recycling-Material im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsverfahren deutlich weniger Energie. So benötigen Produkte aus Stahlschrott fast 75% weniger Energie als Produkte aus neuem Stahl.
Für die Entsorgung von Batterien finden Sie jetzt Sammelbehälter in fast allen Supermärkten und in zahlreichen anderen öffentlichen Gebäuden.
Aber auch Ihren alten Computer, Printer usw. sollten Sie nicht einfach im allgemeinen Müll entsorgen. Auf der Müllhalde verseuchen die in ihnen enthaltenen Stoffe wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom das Grundwasser mit den bekannten schlimmen Langzeit-Folgen. Andererseits sind in diesen Geräten viele Wertstoffe enthalten, die durch Recycling wiederverwertet werden können. Die griechische Gesellschaft Anakyklosis A.E. E-Mail:info@anakyklosis.gr Τ. 28310 20150, F: 28310 20155 Postadresse: M. Portaliou 19, 74100 Rethymnon/Kreta, hat in ganz Griechenland Annahmestellen für diese Geräte eingerichtet. Uns liegt eine Liste mit Adressen und Telefonnummern vor, die wir aus Platzgründen hier leider nicht mit veröffentlichen können, Ihnen aber auf Anfrage gern mailen! Manche Geschäfte, z.B. „Plaisio“, nehmen verbrauchte Cartridges und Toner von Hewlett-Packard gegen eine Gutschrift von 1,50 bzw. 2,00 Euro zurück. Machen Sie sich im Interesse des Umweltschutzes die Mühe, fragen Sie nach!

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

Welche Hilfs- und Unterstützungsaktionen sind seit dem Brandsommer 2007 erfolgt?

DKIZ / VDGG / Griechenlandhilfe TÜBINGEN
Als im Sommer 2007 die Schreckensmeldungen über katastrophale Waldbrände in Griechenland nicht enden wollten, überlegten wir vom Deutschen Kontakt- und Informationszentrum, in welcher Weise wir nützlich werden könnten. Eine Zeichen setzende Aktion zur Schadensbeseitigung schied angesichts unserer Möglichkeiten aus. Wir entschieden uns stattdessen für eine per Netzwerk operierende Unterstützung der „Freiwilligen Waldschutzinitiative Kaissariani“. Diese Unterstützung erschien uns als nachhaltige Geste geeignet, weil sie eine Hilfe zur Prävention zukünftiger Brände ist. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, die Waldschutzinitiative Kaissariani zu unterstützen, war die Tatsache, dass diese Gruppe seit mehr als 20 Jahren engagierte freiwillige Brandschutzarbeit leistet, dass sie in all den Jahren als Gruppe funktionsfähig geblieben ist - Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

AUS UNSEREM UMFELD

Die Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani hat ihr deutsches Feuerlöschfahrzeug vom Typ Magirus-Deutz in Empfang genommen. Es ist - voll gepackt mit hochwertigen Ausrüstungs- gegenständen - am 8.April 2008 in Griechenland eingetroffen. In unserer Sonderausgabe zur Brandschutz-Hilfe, die wir gleichzeitig mit diesem s+a verschicken, schildern wir ausführlich die Tage der feierlichen Übergabe und betonen dankend, dass ohne die großartige Spendenaktion der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und der Griechenlandhilfe Tübingen dies alles nicht Wirklichkeit geworden wäre. Die Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften hat auf ihrer Website www.vdgg.de eine Extraseite eingerichtet mit Fotografien von der Ankunft des Löschfahrzeugs in Patras, der Gedenkstunde am historischen Ort des Skopeftirion in Kaissariani sowie der Übergabe des Fahrzeugs an die Waldschutzinitiative. An dieser Stelle soll aber auch den ehrenamtlich engagierten Frauen des DKIZ ausdrücklich gedankt werden. Ob es sich um vier Tage ununterbrochener Dolmetscherdienste von Sigrid Willer handelt, um die Hilfe beim Abbau bürokratischer Hürden im Hafen von Patras durch Rechtsanwältin Christina auf dem Graben, die Öffentlichkeits- und Pressearbeit von Marie Claire Tatakis und Andrea Schellinger, die musikalische Gestaltung des Griechisch-Deutschen Festabends durch Hannelore Fidiarakis und Brigitte Scharnke, um Siegi Diakakis’ Organisation der deutschen Speisen für das Fest und, last not least, seit September 2007 bis heute die Koordination der gesamten Aktion auf griechischer Seite durch Christina Alexopoulos - ohne diesen konzertierten Einsatz unserer Frauen wäre der Aktion nicht dieser Erfolg beschieden gewesen. Gedankt werden muss aber auch Christos Alexopoulos, der mit Hilfe seiner jahrzehntelangen politischen Erfahrung, auch in grenzüberschreitenden Beziehungen, unermüdlich geholfen hat, viele Hürden, bürokratischer und sonstiger Art, erfolgreich zu überwinden.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

Endlich: Löschfahrzeug für Kaissariani

Es ist soweit! Mehrfach haben wir seit der Brandkatastrophe im Sommer 2007 von unseren Bemühungen berichtet, die Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani zu fördern. Dank einer großangelegten Spendenaktion der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften, initiiert von ihrer Präsidentin Dr. Sigrid Skarpelis-Sperk, und der Tübinger Initiative „Hilfe für Griechenland“ unter Vorsitz von Rita Haller-Haid, Mitglied des baden-württembergischen Landtags, konnte ein Tanklöschfahrzeug vom Typ Magirus-Diesel mit einer Löschwasserkapazität von 7000 Litern beschafft werden. Die Gemeinde Kaissariani erhält dieses für viele Einsätze geeignete Fahrzeug als Geschenk für die Waldschutzinitiative. Das Löschfahrzeug, begleitet von Mitgliedern der Tübinger Feuerwehr, wird am 08. April 2008 im Hafen von Patras von Vertretern der Gemeinde Kaissariani und Christina Alexopoulos, Vorstandsmitglied des DKIZ und Koordinatorin dieser Aktion, in Empfang genommen und an demselben Tag nach Kaissariani gebracht. Der 09. April beginnt mit einer Gedenkstunde am „Skopeftirion“ mit Kranzniederlegung. Um 18.00 Uhr erfolgt im Rathaus von Kaissariani die feierliche Übergabe des Löschfahrzeugs mit Ansprachen durch den Bürgermeister von Kaissariani, die Präsidentin der VDGG Dr. Skarpelis-Sperk, die Vorsitzende des DKIZ Vera Dimopoulos-Vosikis und Sakis Exarchopoulos, den Vertreter der Waldschutzinitiative. Zum Abschluss der Feier findet ein Empfang mit Imbiss statt. Am nächsten Tag weisen die Tübinger Feuerwehrleute die Freiwilligen der Waldschutzinitiative in die Benutzung des Fahrzeugs ein; anschließend sollen erste Einsatzübungen vor Ort durchgeführt werden. Am 11.April abends ab 20.00 Uhr wird zum Abschluss dieses fröhlichen Ereignisses ein deutsch-griechisches „Glenti“ stattfinden, im Parko Ag. Ioannis, „Ta Xylina“, Bus No. 224 bis Endhaltestelle (Terma). Frauen aus Kaissariani kochen und backen kleinasiatische Spezialitäten, Freiwillige der Waldschutzinitiative grillen kleine Delikatessen und schenken Wein aus, deutsche Frauen bringen selbstgebackene deutsche Kuchen sowie Kartoffelsalat, Würstchen und andere deutsche Spezialitäten mit. Als Rahmenprogramm ist griechische und deutsche Musik vorgesehen. Die Gemeinde Kaissariani lädt unsere Mitglieder zur feierlichen Übergabe des Fahrzeugs mit anschließendem Empfang am 09. April 2008 um 18.00 Uhr und zum gemeinsamen Feiern am 11. April 2008 ab 20.00 Uhr herzlich ein.
Wenn Sie sich jetzt schon ein Bild von dem Löschfahrzeug machen wollen, schauen Sie doch einfach in die Website www.vdgg.de der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften. Sie finden Fotos des Fahrzeugs und weitere Einzelheiten zu dieser erfolgreichen deutsch-griechischen Aktion.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

Waldschutzinitiative

Unser Vorstandsmitglied Hannelore Manousakis berichtet:
Am 11.02.08 fand im Rathaus von Kaissariani das Vassilopitta-Schneiden für die ehrenamtlichen Helfer der “Freiwilligen Waldschutzinitiative von Kaissariani” statt. Der Bürgermeister hatte dazu auch das Deutsche Kontakt- und Informationszentrum eingeladen, in Anerkennung unserer Bemühungen um Wald- und Brandschutz seit der letztjährigen Brandkatastrophe. Im vollbesetzten Rathaussaal dankte der Bürgermeister allen freiwilligen Helfern und Helferinnen, die sich unermüdlich und ehrenamtlich für den Brandschutz in der Gemeinde Kaissariani und zum Schutz der letzen „Grünen Lunge Athens“: dem Hymettos engagieren. Besonders wurde auch die erfolgreiche Unterstützung der Initiative “Freiwilliger Waldschutz” durch die Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften, Dr. Sigrid Skarpelis-Sperk, hervorgehoben. Die Vereinigung hat auf Vorschlag des DKIZ beschlossen, sich im Rahmen einer Spendenaktion für ein Löschfahrzeug, Brandwesten, Atemmasken u.a. einzusetzen. Der Feuerlöschwagen soll Anfang April 2008 aus Deutschland nach Kaissariani gebracht werden.
An der Veranstaltung nahmen die Vorstandsmitglieder des DKIZ Siegi Diakakis, Hannelore Manousakis, Gisela Nikolopoulos und Brigitte Scharnke-Chairetakis teil. Im Anschluss an das Schneiden der Vassilopitta hatten sie ausreichend Gelegenheit zu Gesprächen mit den Verantwortlichen des “Freiwilligen Waldschutzes” Die alle Beteiligten motivierende Zusammenarbeit soll künftig weiter intensiviert werden.

Wenn Sie Näheres über die Spendenaktion der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften erfahren wollen, schauen Sie doch einfach in die homepage der Vereinigung (www.vdgg.de); dort sehen Sie Fotos des demnächst eintreffenden Löschfahrzeuges und Bilder vom Empfang beim griechischen Staatspräsidenten September 2007, bei dem auch die Zusammenarbeit mit der Initiative vorgestellt wurde. Im Übrigen lohnt es sich generell, wenn man an deutsch-griechischen Beziehungen interessiert ist, in diese ansprechend neu gestaltete Website zu schauen; allein die umfangreiche Link-Sammlung ist eine Fundgrube! Bei dieser Gelegenheit hier von Athen aus unsere Anerkennung den beiden Webmasterinnen der Vereinigung für die gelungene Neugestaltung!

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

Wiederaufforstung des Hymettos.

Unser Vorstandsmitglied Christina Alexopoulos berichtet: Am 8.12.2007, einem sonniger Wintersamstag, ideal für die Pflanzaktion zur Aufforstung des Hymettos trafen sich am Zubringer zur Attiki Odos, in Vyronas, morgens viele Menschen: Pfadfinder, Schülerinnen und Schüler, Kinder mit Eltern, Soldaten, ca. 250 Teilnehmer. Sie wurden begrüßt von den Veranstaltern: Vertretern der Freiwilligen Waldschutzinitiativen von Kaissariani und Vyronas und dem DKIZ. Auch die Bürgermeister von Kaissariani und Vyronas, Spyros Tsokas und Nikos Chardalias, waren da und freuten sich über das rege Interesse an der Aktion.
Ausgerüstet mit Hacken, Schraubenziehern (zum Löcherbohren), Setzlingen, kleinen Pinien und Säckchen mit vorgekeimten Eicheln, zog unser Trupp in das abgebrannte Gebiet, direkt über der Schnellstrasse. Das war nun ganz erfüllt mit Leben: Helfer hackten und stachen Löcher, pflanzten Bäumchen, säten Eicheln. Fragen zu Pflanzen und Umwelt wurden gestellt und nebenbei wurde noch so mancher Müll eingesammelt. Es wurden verschiedene Eichensorten (velanidies) und Johannisbrotbäume (charoupia) gepflanzt und gesät, Bäume, die schon im Altertum in Attika wuchsen und schwer entflammbar sind. Insgesamt waren es 5.500
Vangelis Stogiannis von der Freiwilligen Waldschutzinitiative Kaissariani (EDDK) erklärte: Wenn 50 % der Saat aufgeht, haben wir hier bald wieder einen Wald. Dies ist nur der Anfang, weitere Aktionen werden folgen. Auch bereiten wir Informationsveranstaltungen zu den Themen Wald- und Umweltschutz, sowie Naturkatastrophen vor, die wir den Schulen anbieten werden, um das Bewusstsein der Jugendlichen für Schutz und Pflege von Natur und Umwelt zu wecken und zu stärken (Fotos von der Pflanzaktion in unserer Website www.dkiz.gr).

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 28 Juni 2008

Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani

Schüler der DSA treffen die Freiwillige Waldschutzinitiative Athen/Kaissariani (EDDK)
Die EDDK organisierte am Freitag, 19.10.2007, dem Aktionstag für Umwelt der Deutschen Schule Athen (DSA), für die 1. Klasse des Gymnasiums (griechische und deutsche Abteilung) eine Informationsver anstaltung über den Hymettos, eine der letzten „grünen Lungen“ Attikas. 124 Schülerinnen und Schüler der DSA fanden sich mit ihren Lehrerinnen und Lehrern morgens vor dem Petrokorakas-Hügel ein, auf dem sich Reste der Akropolis der neolithischen Siedlung Kikkina befinden, bei der kleinen Kapelle Agia Eleoussa oberhalb von Papagou, direkt in einem verbrannten Waldstück. Sie folgten den sachkundigen Ausführungen von Vangelis Stogiannis, Mitglied der Waldschutzinitiative, mitten in einem archäologischen Gebiet mit Kuppelgräbern aus der mykenischen Epoche, bei der Quelle des schon aus der Antike bekannten Flusses Ilissos. Nur wenigen war bekannt, dass der Hymettos solch eine reiche Geschichte birgt. Nicht nur darüber, sondern auch über Flora und Fauna konnte Herr Vangelis berichten. Wo notwendig, wurde von Christina Alexopoulos, Vorstandsmitglied des Deutschen Kontakt- und Informationszentrums (DKIZ), ins Deutsche übersetzt. Der Hügel war mehr als 100 Jahre lang die Heimat der in Griechenland sehr seltenen Schleiereule. Nach den Bränden ist jedoch das Nest verwaist. Auch seltene Lilienarten und Kräuter wuchsen einmal hier. Schülerinnen und Schüler hatten Tüten und Beutel mitgebracht und sammelten verbranntes Material. Da kam eine Menge seltsamer Dinge zusammen, die in der Schule im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden sollen.
Der zweite Teil des Aktionstages begann beim Kloster Kaissariani. Dort erhielten die Teilnehmer bei der Wanderung über Waldwege und entlang des Botanischen Wegs wertvolle Informationen und Erklärungen über die Geschichte sowie über Tiere und Pflanzen des Hymettos. Kinder und Erwachsene waren mit Begeisterung dabei – das zeigten auch die spontan geäußerten Wünsche und Anregungen zu weiteren Veranstaltungen, auch zusammen mit den Eltern und anderen Interessenten. Herr Vangelis versprach, im Rahmen der Möglichkeiten der Freiwilligen Waldschutzinitiative in Zusammenarbeit mit dem DKIZ und der DSA weitere Veranstaltungen zu den Themen: Hymettos, Umwelt- und Waldschutz, Brandbekämpfung, ökologische Folgen der Brände und Wiederaufforstung anzubieten. Das DKIZ wird darüber berichten.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 2 Januar 2008

Der Alltag nach der griechischen Brandkatastrophe des Sommers 2007

Auch wenn fast überall der Alltag eingekehrt ist und die Medien sich längst anderen Themen zuwenden, wird das DKIZ weiterhin in s+a über Hilfsaktionen berichten. Unsere s+a-Brandkatastrophen-Sonder-ausgabe vom September 2007 liegt in der print-Version inzwischen auch in zwei deutschsprachigen Athener Buchhandlungen aus: der Deutschen Buchhandlung (Omirou 4) und der Notos–Buchhandlung (Omirou 15) Für Frühjahr 2008 planen wir noch einmal eine Sonderausgabe, damit die verschiedenen Initiativen einen Zwischenbericht über ihre Tätigkeiten geben können.
Unsere Kontaktfrau für den Peloponnes Rechtsanwältin Christina Auf dem Graben schreibt uns:
„Zehn Tage nach dem Brandwochenende in Ilias bin ich von Patras aus mit voll bepacktem Auto -Freunde, Bekannte und sogar mir Unbekannte hatten für die Brandopfer gesammelt - in das Brandgebiet gefahren. Was ich dort sah, übertraf all meine Ängste und Horrorvorstellungen: Eine schwarz-weiße Kulisse mit umgestürzten Strommasten und verbrannten Häusern, aus einzelnen Baumstümpfen rauchte es zum Teil noch, die Luft war schwer und stank nach Rauch. Selbst in unseren Trinkbechern im Auto waren Rußpartikel. Nicht auszudenken, wie es den Leuten ergeht, deren Angehörige durch die Flammen umgekommen sind, die ihre Häuser haben brennen sehen, die Pflanzungen, Tiere und damit ihr Einkommen verloren haben. Und trotzdem zeigen sie eine unglaubliche, stille Würde. Wir haben unser Auto in dem Dorf Vresto ausgepackt, in dem 8 Häuser vollkommen verbrannt und Menschen gestorben sind. Innerhalb von zehn Minuten mussten die Menschen ihre Häuser verlassen - manch alter Mensch konnte es nicht mehr. Andere, die sich kaum bewegen konnten, haben sich neben die Brunnen gesetzt und dort die Flammen, die Hitze und den Rauch überlebt. Ich hätte mir gewünscht, diese Bilder nicht gesehen zu haben, keiner muss sich das freiwillig antun. Mit den Dorfbewohnern stehe ich in telefonischer Verbindung, um keine unnötigen Sachen zu sammeln. Man sagte uns, dass zum Beispiel ein Kühlschrank gebraucht wird. Wer dem Dorf Vresto helfen möchte, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. T 2610 225020”.
Karin Behm berichtet: “Mit meinem Mann bin ich am 18.09.2007 morgens in Richtung Zacharo aufgebrochen. Das Bild der verbrannten Umgebung ist immer wieder ein Schock, obwohl wir in unmittelbarer Nähe unseres Hauses ja auch verbrannte Bäume und Sträucher sehen. In Zacharo sind wir zunächst zum Bürgermeisteramt gefahren, wurden freundlichst empfangen und zu einer großen Lagerhalle geschickt. Dort werden Waren wie Lebensmittel u.a. in riesigen Containern angeliefert, teilweise Spenden großer griechischer Firmen. Man sagte uns, dass Bekleidung in der Metropolis von Zacharo gesammelt würden. Die Kirche war soweit geräumt, dass Kleiderständer, Wäschekisten u.ä. gut sortiert aufgebaut waren. Es waren viele Popen anwesend, und man erklärte uns, dass sie aus den umlegenden beschädigten Dörfern kamen und die Spenden nach Bedarf direkt zu den betroffenen Familien bringen. Wir waren überrascht, dass ein junger Mann alles notierte, was wir abzugeben hatten und uns dann einen Beleg darüber aushändigte. Stolz und froh waren wir, dass man erstaunt und erfreut war über die schönen und gepflegten Sachen, die wir anlieferten; es waren würdige Gaben, ordentlich verpackt und etikettiert. Man erklärte uns auch, dass der Bedarf an Kleidung und Wäsche nicht mehr so groß sei, dass aber noch dringend Geschirr, Töpfe und sonstige Haushaltsgegenstände benötigt würden für die Menschen, die all ihr Hab und Gut verloren hätten. Weiter in den Bergen stockte uns plötzlich der Atem - große Kränze, Blumen und Kerzen standen am Straßenrand: Es war die Stelle, an der so viele Menschen verbrannt waren. Im Weiterfahren sahen wir immer wieder in den verbrannten Feldern einzelne Blumensträuße und Kerzen, einen Kranz mit einem gelben Käppi darauf, wir haben es nicht ertragen und sind umgekehrt nach Olympia; immer wieder nach wie vor rauchende Bäume, aber erfreulicherweise auch viele Waldarbeiter, die aufräumen und aus den verbrannten Baumstämmen Schutzwälle gegen die kommenden Regenfälle errichten.” Karin Behm wird für Freunde aus Deutschland, die Geld sammeln und helfen wollen, Tierfutter kaufen und gezielt den Hirten bringen, die in nächster Zeit keine Weideflächen für ihre Tiere finden. Sie ist für Interessierte telefonisch unter M 6977173929 zu erreichen.
In unserer Sonderausgabe September 2007 hatten wir die Initiative von Gerda Kazakou vorgestellt. Sie schickte uns dazu folgende Ergänzung: „Meine Bemühungen haben viel positives Echo, aber noch wenig konkrete Hilfszusagen gebracht. Ich bemühe mich weiter, vor Ort ein kleines, langfristig orientiertes Hilfsprojekt aufzubauen, mit den beiden Schwerpunkten: Brand-Vorsorge und ökologische Erziehung von Schülern. Vorsorge: Hier wäre insbesondere eine verbesserte Ausrüstung der lokalen Feuerwehren nützlich. Unsere Gemeinde Avia in der messinischen Mani würde z.B ein Feuerwehrauto dringend benötigen, sie hat die zwölf hier ausgebrochenen Feuer mit den primitiven Mitteln der Bauern (Traktoren, Wassertransporter etc) bekämpfen müssen - dank der direkten Mobilisierung aller Kräfte zum Glück erfolgreich. Die Anschaffung eines gebrauchten Löschwagens ist eine erste Priorität. Zur Unterstützung solcher Aufbauarbeit wäre es sehr nützlich, Partnerschaften zu stiften zwischen deutschen, österreichischen bzw. Schweizer Freiwilligen Feuerwehren und griechischen Gemeinden. Die Gemeinden könnten von einander lernen und auch auf geselliger Ebene miteinander in Austausch kommen. Es wäre ein großes, aber Schritt für Schritt durchführbares Vorhaben, denn die deutschen, österreichischen und Schweizer Freiwilligen Feuerwehren sind nicht ausgelastet und haben vermutlich ein Interesse daran, ihr Knowhow weiterzugeben, die Löschbedingungen im südlichen Gebirgswald kennen zu lernen und zugleich in den Genuss der griechischen Gastfreundschaft zu kommen. Der zweite Schwerpunkt ist Wiederaufforstung unter Einbeziehung von Schulklassen und ökologischer Erziehung der Kinder. Erste Kontakte, die ganz vielversprechend sind, habe ich hier in Kalamata geknüpft. Schön wäre es, auch von den anderen Mitgliedern zu erfahren, wie ihre entsprechenden Arbeiten vorangehen. Für Spenden wurde ein Sonder-Konto bei der Eurobank Kalamata, Odos Artemidos, eingerichtet: Inhaber Gerda Kazakou, Konto No. 0026-0260-87-0101241435. IBAN für kostenfreie Überweisungen aus dem Ausland GR1402602600000870101241435 SWIFT/BIC BNGRGRAA

Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 2 Januar 2008

Griechische Brandkatastrophe und Hilfsinitiativen

Im Monat danach -
Lassen Sie uns nicht einfach zur Tagesordnung übergehen!

Die Brandkatastrophe in Griechenland sollte auch für diejenigen, die nicht in den betroffenen Gebieten leben, weiterhin ein zentrales Thema bleiben, denn ihre Folgen werden uns alle betreffen!
Die verheerenden Feuerstürme, die während der vergangenen Wochen über große Teile Griechenlands hinwegfegten, haben fast 70 Menschenleben gefordert. Tausende Mitbürger, hauptsächlich Bauern, Hirten oder Kleinunternehmer verloren ihre Existenzgrundlage. Eine Fläche von der Größe Luxemburgs mit ca. 4,5 Millionen Olivenbäumen, Weinbergen und riesigen Waldbeständen wurde eingeäschert, unzählige Nutz- und Wildtiere starben. Eine erste finanzielle Überlebenshilfe gegen die ärgste Not kam u.a. von der griechischen Regierung unter dem Druck des Wahlkampfes.  Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 30 September 2007

Freiwillige Waldschutzinitiative der Gemeinde Athen/Kaissariani

„NGO“/ „MKO“, Bürgerinitiativen, Selbsthilfe-Organisationen – und das DKIZ

Die Bedeutung und Notwendigkeit unparteilicher, politisch unabhängiger Gruppen und Vereine, die auf dem Gebiet des Umweltschutzes, der Nachbarschaftshilfe und im weiteren sozialen Bereich arbeiten, wird auch in Griechenland immer mehr anerkannt und gefördert. Das DKIZ ist seit seinem Bestehen mit vielen, sowohl griechischen, griechisch-deutschen und deutschen Gruppen, die in Griechenland „MKO“ – (Μη Κυβερνητικές Οργανώσεις) genannt werden, in Kontakt und mit einigen besteht bereits seit langem eine freundschaftliche Zusammenarbeit.
In der Folge möchten wir einige dieser Initiativen vorstellen. Aus aktuellem Anlass beginnen wir mit einer Gruppe aus der Gemeinde Kaissariani: die „Freiwillige Waldschutzinitiative der Gemeinde Athen/Kaissariani“ (ΕΔΔΚ). Sie wurde 1985 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters von Kaissariani, Panagiotis Makris, zum Schutz des Waldgebiets am Hymettos und zur Brandprophylaxe gegründet. Heute hat die ΕΔΔΚ 175 geschulte Mitarbeiter (45 Frauen und 130 Männer zwischen 18 und 55 Jahren); 45 % der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter wohnen in Kaissariani. Seit Jahren sind diese engagierten Umweltschützer jeden Sommer in Bereitschaft und halten Wache in Schichten; bei vielen Bränden leisteten sie bereits in der Früherkennungsphase mit den beiden Löschfahrzeugen engagierten Einsatz und halfen später bei der Wiederaufforstung mit. In Zusammenarbeit mit anderen Gruppen sind sie auch bei Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen im Einsatz (siehe auch Fotopräsentation auf der homepage des DKIZ). Sollten Sie an einer Mitarbeit interessiert sein, wenden Sie sich bitte an den Koordinator der Initiative, Herrn Exarchopolos, T. 210-7244042, E-mail: exar@acci.gr, oder Herrn Stojannis, Mobil-T. 697 6902092,  homepage: http://www.dasoprostasia.gr

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 30 September 2007

Schwarzer Herbst in Griechenland

„Eine Tragödie, deren politische, mentale, soziale Dimensionen im Moment noch kaum begreifbar sind“, nennt Petros Markaris, der inzwischen auch in Deutschland bekannte Krimi-Autor (u.a. Hellas-Channel, zuletzt: Der Großaktionär) in der Berliner „Tageszeitung“ vom 30.8.2007 die Brandkatastrophe auf der Westpeloponnes. Dass am Abend zuvor ca. 15.000 schwarz gekleidete Menschen sich in schweigendem Protest auf dem Athener Syntagma-Platz drängten und in anderen griechischen Städten ähnliche Versammlungen stattfanden, ist ein Hinweis auf die Stimmung, die derzeit im ganzen Land herrscht. „Muss dein Sofa brennen, damit du aufstehst?“ so hieß es auf einem Plakat, das eine Athener Teilnehmerin vor sich hertrug. 4,5 Millionen Olivenbäume sollen in einer Woche verbrannt sein, eine schier unglaubliche Zahl; mit ihnen wurde die Mühe und Arbeit von Jahrhunderten zerstört. Gilt auch hier, dass die Hoffnung zuletzt stirbt?

Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 30 September 2007

Nachlese zum Internationalen Tag der Umwelt, 05.06.2007.

In Paleon Faliron bei Athen gibt es den Englischen Soldatenfriedhof. Er ist zugleich die größte zusammenhängende Parkanlage im südlichen Athener Becken. Eukalyptus-, Pinien- und Olivenbäume umgaben diese Gedenkstätte. In diesem dicht besiedelten Wohngebiet bildeten die Bäume eine „grüne Lunge“ und boten  zahlreichen Singvögeln Nistmöglichkeiten; zweimal jährlich boten sie Raststätten für die wandernden Zugvögel. Am 21. Mai 2007 war es plötzlich vorbei mit diesem ökologischen Idyll. Bulldozer und Holzfäller beseitigten ca. 35 große Bäume, darunter auch mehrere Pinien, die in Griechenland gesetzlich besonders geschützt sind. Eilig wurden Holzstämme abtransportiert, die Reste der Pinienstämme, soweit noch nicht aus dem Boden geholt, mit Erde bedeckt. Nachfragen ergaben, dass eine Neugestaltung der Anlage geplant sei – mit englischem Rasen und Palmen. Mitglieder des DKIZ protestierten gegen diese Aktion unter Hinweis auf die Zerstörung der mediterranen Fauna, den Verstoß gegen das Schutzgebot für Pinien und das Vernichten der mit Jungvögeln besetzten Vogelnester. Dank des europäischen Frauennetzwerkes – beteiligt waren Deutsche, Französinnen, Griechinnen, Engländerinnen und Irinnen und dank der modernen Technologie des Internet konnte dieser Protest weit gestreut werden. Mit mehr als 150 E-Mails erreichte er nicht nur die für den Englischen Soldatenfriedhof in Paleon Faliron allgemeinzuständige Commonwealth War Grave Commission in Großbritannien bzw. die örtlich zuständige in Thessaloniki, sondern auch den Kommissar für Umweltfragen der Europäischen Kommission und zahlreiche andere Umweltorganisationen. All das hatte zur Folge, dass gegenwärtig keine weiteren Bäume gefällt werden! Es bleibt zu hoffen, dass auch das geplante „neue Design“ mit weitläufigem englischen Rasen (und das angesichts der allgemeinen Forderung nach sparsamen Umgang mit Wasser!) und Palmen (kein Nistraum mehr für Vögel!) unter dem Aspekt der Beeinträchtigung des Mikroklimas noch einmal überdacht wird.
Dank an die engagierten Frauen, die dies Ergebnis erzielt haben. Und merke: Umweltschutz geht uns alle an!

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 4 August 2007