DKIZ

Deutsches Kontakt- und Informationszentrum in Griechenland

7 Umweltschutz und Tierschutz

DKIZ und internationale Zusammenarbeit


Das Netzwerk des DKIZ nimmt, den Umständen seiner Zukunftsplanung trotzend, an Umfang zu. Die wichtigste Entwicklung der letzten Jahre war die Kooperation mit der Freiwilligen Waldschutzinitiative Kaissariani (EDDK), über deren erfolgreiche Arbeit wir wiederholt und ausführlich berichtet haben. Ein beträchtlicher Teil ihrer Effizienz beruht auch auf der Förderung durch die Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften seit 2008, die initiativ vom DKIZ ausgegangen war.

Der Nutzen dieser Förderaktion wurde auch von Mechtild Rothe (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments a.D.) anerkannt. Im Rahmen ihres Besuches in Kaissariani am 6. Sept. 2009 erklärte sie u.a.:

„Ich unterstütze mit großer Überzeugung den Einsatz der „Freiwilligen Waldschutzinitiative der Gemeinde Kaissariani (EDDK)“ zur Waldbrandbekämpfung, zur Sensibilisierung der Bevölkerung und insbesondere auch ihre Arbeit für den Schutz des wertvollen Waldes am Hymettos. Ich habe mich davon überzeugen können, dass der Neubau der Straßen in diesem Gebiet, der Ausbau bestehender Einrichtungen oder Neueinrichtungen wie Erholungszentren nicht zu verantworten ist.“

Erstellt in 8 Wir und Europa, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 2 Februar 2010

Weitere nützliche Tipps

Altöl. Die in unserem s+a Mai 2009 erwähnten Sammelstellen für gebrauchtes Speiseöl haben sich inzwischen übrigens vermehrt. Achten Sie bitte darauf: Vor mehreren AB-Supermärkten findet man neben den großen Recycling-Behältern auch Extra-Tonnen für diesen Zweck.
Computer. Außer in Fachgeschäften für Computer und Zubehör wie z.B. „Plaisio“, (eventuell mit Rabattgutschrift für den nächsten entsprechenden Kauf) werden verbrauchte Lasertoner und Druckerpatronen nun auch in ausgewählten OTEshops in entsprechenden Behältern für Recyclingzwecke gesammelt.

Erstellt in Allgemein, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 16 November 2009

Noch einmal: Wohin mit den Sparbirnen?

Inzwischen haben wir festgestellt: Die Energiesparbirnen leuchten auch nicht ewig! Also, wohin mit dem nicht ganz ungefährlichen „Sondermüll“? Außer den bereits in unserem s+a Mai erwähnten Sammelstellen der Stadtgemeinden und Supermärkte nehmen inzwischen auch viele Elektrogeschäfte die ausgebrannten Birnen zurück. Eine entsprechende Liste findet man bei der Firma „Anakyklosi Syskevon A.E.“, T 210-5319780, 210-5319762-5, speziell unter: www.electrocycle.gr/new/docs/bulb_retailers.pdf.

Erstellt in Allgemein, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 16 November 2009

Das neue Akropolis-Museum strahlt, auf dem Felsen gegenüber blüht´s nach 100 Jahren!

Die einzigartige “Micromeria Acropolitana“, ein bescheidenes, rosa blühendes Pflänzchen, das nur auf dem Heiligen Felsen und nirgendwo anders auf der Welt heimisch ist! Die seit über 100 Jahren verloren geglaubte Micromeria wurde in diesem Sommer von griechischen Biologen auf der Akropolis wiederentdeckt und von einer dänischen Botanikerin, Koryphäe auf ihrem Gebiet, eindeutig identifiziert. Und damit sie nicht wieder verschwindet, wird ihr Fundort geheim gehalten, bis ausreichende Maßnahmen zu ihrem Schutz ergriffen werden. Ein kleines Wunder in unserer vom Artensterben bedrohten Umwelt! Quelle: OIKO, Tageszeitung Kathimerini, 08.08.09.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 26 Oktober 2009

Der Umwelt zuliebe

Kleiner Ratgeber für  die Blauen Tonnen - Die häufigsten Fehler und die richtige Nutzung:
1. Falsch: Schmutzige Verpackungen – halbleere Flaschen, Essensreste und Öl in Plastik- und Alu-Behältern, halb abgenagte Souvlaki-Spieße sind die besten Bakteriensammel- und -verbreitungswege! Richtig: Inhalt entleeren, Verpackungen evtl. kurz (!) ausspülen oder mit benutzten Servietten bzw. Haushaltspapier auswischen.
2. Falsch: Fest zugebundene Plastikbeutel. Richtig: Recycling-Abfälle lose in die blauen Tonnen füllen. Nur, wenn diese voll sind, in Müllbeuteln daneben stellen.
3. Falsch: Fehlende Trennung von Materialien. Richtig: Machen wir uns die Mühe, bei den Verpackungen Papier/Pappe von Plastik zu trennen (z.B. bei Spielzeug, Kosmetika, gefütterten Umschlägen u. a.) oder auch von Alufolie (z.B. bei Schokolade); ebenso sollten Metall(deckel) getrennt von Glas(flaschen) abgegeben werden!
4. Falsch: Ungeeignete Materialien wie Essensreste und sonstige organische Abfälle, Kleinmöbel, Kleidung, Schaumgummi, Pfandflaschen, Zigarettenkippen, Bauschutt, Papierservietten u.v.a. Auch bioabbaubare Plastiktüten sind nicht recyclebar, sie gehören, so wie Styropor, in den normalen Haushaltsmüll.
Richtig: Pappkartons, sonstige Verpackungen aus Pappe und Papier. Vorsicht: Da das Verlesen der Abfälle per Hand erfolgt, wird darum gebeten, anderes Papier, besonders in kleinerem Format als DIN A4, in die speziellen Papiercontainer zu geben, sofern vorhanden – in Athen also die gelben Papier“glocken“! Aluminium und Weißblechverpackungen: d.h. Getränkedosen, Konserven, Schalen, Alufolie, Schlüssel, Bürobedarf etc., Glasbehälter: von Lebensmitteln, Getränken, Parfums, Medikamenten etc., Plastikbehälter: z.B. von Erfrischungsgetränken, Öl, Deos, Waschmitteln, Farbdosen, Zellophanpapier, Joghurtbecher, Plastikfolien von eingeschweißten Lebensmitteln, Waschmittelbehältern, alte Haushaltshandschuhe etc. -, Kunststoff- und hölzerne Gegenstände: Bügel, Küchenhilfen, Büromaterial, CDs, DVDs, Kassetten, Tetrapak-Verpackungen.
5. Falsch: Voluminöse Gegenstände. Richtig: Kartons flachlegen, ggf. zerreißen, Plastikflaschen zusammendrücken.
(Quellen: Rubrik OIKO der Tageszeitung Kathimerini, 10.02.09, EEAA - Elliniki Etaireia Axiopoiisis Anakyklosis, T. 210 8010962-3, www.herrco.gr.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 24 September 2009

Freundschaft und Zusammenarbeit – Tübingen und Kaissariani

Mit Freude und Stolz können wir berichten, dass die 2007 vom DKIZ in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und der Griechenlandhilfe Tübingen durchgeführte Initiative zur Unterstützung der „Freiwilligen Waldschutzgruppe der Gemeinde Kaissariani“ weiterhin Früchte trägt!
Nach der Spende des inzwischen allseits als “Alarich” bekannten Löschwagens im Jahre 2008 wurden die Waldschützer mit Schutzkleidung und Spezialhelmen ausgerüstet. Es folgte seitens der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Tübingen-Reutlingen eine Einladung nach Tübingen für sechs Mitglieder der Waldschutzgruppe, bei der Informationen und Methoden-Knowhow zum Wald- und Brandschutz in Deutschland und Griechenland ausgetauscht werden sollten. Der Besuch fand vom 21.-26. April 2009 statt.
Die Freiwillige Feuerwehr im Kreis Tübingen half bei der Zusammenstellung des umfangreichen und großzügigen Programms. Ulrich Mittag, der Vorsitzende der Deutsch-Griechischen Gesellschaft, sorgte zusammen mit der Landtagsabgeordneten Rita Haller-Haid für einen perfekten Verlauf. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 10 September 2009

Verbrannte Erde

Kaum wagten wir gegen Ende August heimlich zu hoffen, dass wir – Menschen, Tiere und Natur - in diesem Jahr, was Brände angeht, verhältnismäßig glimpflich davonkommen würden (sei es durch verstärkte Wachsamkeit, sei es vielleicht sogar durch Einsicht, bessere Vorbereitung, Organisation, Infrastruktur, Ausrüstung etc.), machten die nur allzu bekannten „ungeklärten“ Brandursachen, begünstigt durch die unaufhörlichen stürmischen Nordwinde, diese Hoffnung wieder zunichte! Hunderte von lokalen, zum Teil großflächigen und langwährenden Bränden loderten im ganzen Land, zerstörten Leben und Eigentum, gefährdeten antike und historische Stätten und verursachten besonders im Nordosten von Attika eine weitere gigantische ökologische Katastrophe mit unermesslichen Auswirkungen.
Zum wiederholten Male bewies sich hier der unschätzbare Wert des unermüdlichen Einsatzes der von uns besonders unterstützten und bewunderten Freiwilligen Waldschutzgruppe Kaissariani (EDDK) sowie des 2008 durch Vermittlung des DKIZ von der Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und der Griechenlandhilfe Tübingen gespendeten Magirus-Löschwagens mitsamt der dringend benötigten Feuerwehrausrüstung: Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 10 September 2009

Umwelttipps

Unabhängig von Bepflanzungsaktionen – die Umwelt dankt uns unser bewusstes Alltagsverhalten. Zur Erinnerung hier noch einmal ein paar Beispiele: Müll vermeiden, Abfall trennen und recyclen, grundsätzlich keine Plastiktüten benutzen, Computer, Fernseher, Radio nicht im Stand-by-Modus belassen, sondern ausschalten, genauso wie das Licht,  jedes Mal,  wenn Sie den Raum verlassen.
Im s+a Mai 09 wiesen wir darauf hin, dass gebrauchtes Speiseöl nicht in den Ausguss gehört, weil schon geringste Mengen Öl, die ins Grundwasser gelangen, große Mengen Wasser unbrauchbar machen. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 18 Juni 2009

Olympia

Und aus Olympia schreibt uns unser Mitglied Elke Spiliopoulos-Fröhlich:
„Wir haben hier den Winter über an unserem Projekt gearbeitet, viele Bäume gepflanzt, und das nicht nur in Olympia, sondern auch in einigen Dörfern der Gemeinde. Nur gut, dass es so viel geregnet hat. Sponsoren gibt es genug, darüber sind wir froh, denn sonst wäre alles nicht zu schaffen. Alles in allem haben wir bisher 6000 Bäume gepflanzt. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 18 Juni 2009

Sondermüll und Sorge für die Umwelt

Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Die viel gepriesenen Energiesparbirnen haben „es“ in sich – nämlich Quecksilber! Und Quecksilber ist bekanntlich nicht nur für die Umwelt schädlich, sondern auch für Mensch und (Haus)-Tier. Wenn die Sparlampen –nach Jahren – ihren Geist aufgeben, gehören sie nicht in den Hausmüll! Aber auch nicht in die üblichen, inzwischen aus dem griechischen Straßenbild nicht mehr wegzudenkenden Recycling-Behälter, Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 29 Mai 2009

Wohin mit dem Öl?

Von unserem Mitglied Marie-Claire Tatakis wurde uns die Information weitergeleitet, dass es vor dem Supermarkt AB Vassilopoulos, Elliniko (Leof. Vouliagmenis 43-45), die Möglichkeit gibt, gebrauchtes Speiseöl zu entsorgen, das, wie bisher kaum bekannt, nicht in den Ausguss gehört, da schon geringste Mengen Öl große Mengen Wasser unbrauchbar machen. Unser Tipp: Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 10 Mai 2009

Netzwerkarbeit des DKIZ

Gut ausgerüstet und gut trainiert: Die Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani bereitet sich auf den Sommer 2009 vor. Aber zuerst erhält sie von uns HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!
Die Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani (EDDK) ist am 09. März 2009 zusammen mit dem griechischen Roten Kreuz und der “griechischen Rettungsgruppe (EOD)” vom Staatssekretariat für Zivilschutz des griechischen Innenministeriums mit einem zum ersten Mal verliehenen Ehrenpreis für ihre beispielhafte und hervorragende Leistung auf dem Gebiet des Zivilschutzes ausgezeichnet worden. Bei der feierlichen Ehrung wurden Gogo Philippou, der Gemeinderätin von Kaissariani, und Sakis Exarchopulos für die EDDK die Ehrenurkunde mit einer Medaille und der dazu gehörige Geldpreis übergeben. Wir vom DKIZ sind stolz auf diese Gruppe freiwilliger Waldschützer, die Freizeit und Urlaub dem Schutz der Umwelt und der Waldbrandbekämpfung widmet und auch im Falle von Katastrophen wie Hochwasser und Erdbeben gemeinsam mit professionellen Institutionen sich aktiv an den Rettungseinsätzen beteiligt. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 April 2009

Deutsch-Griechische Gesellschaft Tübingen-Reutlingen

Unvergessen ist, wie 2007 nach dem schweren griechischen Brandsommer 2007 sich in Tübingen spontan die Initiative „Hilfe für Griechenland“ zusammenfand und entscheidend dazu beitrug, dass 2008 die Gemeinde Kaissariani das Magirus-Deutz-Löschfahrzeug und die Freiwilligen der Waldschutzinitiative sachgerechte Brandschutzkleidung erhielten. Jetzt ist aus dieser Initiative die Deutsch-Griechische Gesellschaft Tübingen-Reutlingen entstanden. Ihre Ziele: mit kulturellen Veranstaltungen im Raum Tübingen-Reutlingen das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen Deutschen und Griechen zu fördern und darüber hinaus bei aktuellen Notlagen (wie etwa bei Waldbränden in Griechenland) erforderliche Hilfeleistungen zu eruieren bzw. zu organisieren und zu begleiten. Im Weiteren sollen soziale, kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen zwischen Deutschen und Griechen geknüpft und vertieft werden. Und nicht zuletzt sollen bei Informationsveranstaltungen sowohl Themen der griechischen Geschichte und Kultur als auch aktuelle gesellschaftliche Probleme in Griechenland aufgegriffen werden. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 1 März 2009

Besuch aus Tübingen

Rita Haller-Haid, Abgeordnete des Landtags Baden-Württemberg und Gründerin der Initiative „Griechenlandhilfe Tübingen“, besuchte Ende Oktober 2008 Athen. Das DKIZ hatte für sie ein ausführliches Programm zusammengestellt. Verantwortlich für den Ablauf war das Vorstandsmitglied des Vereins, Christina Alexopoulos.
Am 27. Oktober fand ein Treffen mit der Freiwilligen Waldschutzgruppe der Gemeinde Kaissariani statt. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 8 Januar 2009

Berichte vom Peloponnes

Gerda Kazakou, die jetzt auf dem Peloponnes lebt, schrieb uns:
Es hat geregnet, wohltätig, der Boden belebt sich nach langer Trockenheit, Keimblätter des gelben Klees sprießen zwischen dem toten Gras hervor und Herbst liegt in der Luft. Da beginnt endlich die Zeit, in der das Pflanzen und Säen auf den verbrannten Bergen möglich wird.
Nach langem Suchen habe ich in diesem Sommer Anschluss an eine Gruppe gefunden, die sich „Friends of Taygetos“ nennt und ihren Sitz in Piges, einem kleinen Dorf in Alagonia oberhalb von Kalamata hat. In Piges sind letztes Jahr 8 Häuser verbrannt, natürlich blieben auch nur wenige Obst- und Olivenbäume verschont, von den Hochwäldern der Berge rundum ganz zu schweigen. Die Gruppe, die vor allem aus Amerika-Rückkehrern besteht, hat schon im vergangenen Frühjahr mit kleinen Neuanpflanzungen rund um die Dörfer begonnen. Von ihren amerikanischen Freunden erhielten sie einen 4×4 Kleinlaster mit Pumpe und Wassertank, mit dem sie die neu angepflanzten Bäume wässern und die umliegenden Dörfer schützen. Jetzt haben sie sogar ein richtiges Feuerwehrauto aus den US erbettelt, worauf sie zu Recht stolz sind. Auch haben sie endlich die Genehmigung des Forstamtes für Wiederbewaldungen erhalten, so dass es losgehen kann. Ich bin froh, dass ich für das gesammelte Spendengeld aus Deutschland und Österreich – insgesamt ca. 2500 Euro – eine sinnvolle Verwendung gefunden habe.

Aus der Mani schreibt uns Dagmar Eggers zum Thema Brandschutz:
In Skoutari (Mani) ist unter Federführung und ständigem Einsatz von Thalis eine freiwillige Feuerwehr entstanden, die u.a. im Sommer Feuerwachen eingerichtet haben, aus Spenden deutscher Touristen Feuerwehrautos, -Schläuche etc bekommen haben. Am Samstag findet in Gythion zur finanziellen Unterstützung ein Rockkonzert statt, die Eintrittsgelder wandern in die Brandschutzkasse. Im Grunde genommen ist das alles ein gutes Beispiel dafür, dass es erst einmal EINEN Menschen braucht, der Ideen und Kontakte und Durchsetzungswillen braucht, um etwas auf die Beine zu stellen. Und dann bekommt er/sie auch Unterstützung!“

Lesen Sie mehr zu diesem Thema im internet unter: www.dkiz.gr , www.vdgg.de , www.olympianature.gr , www.griechenland.net

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008

GZ-Spendengelder gehen nach Olympia

„GZ-Spendengelder gehen nach Olympia
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Das von Ihnen gesammelte Geld im Rahmen der Spendenaktion der Griechenland Zeitung für die Beseitigung der Waldbrandschäden auf der Peloponnes wird in dieser Woche symbolisch übergeben.
Einschließlich der 2.500 Euro, die die Griechenland Zeitung beisteuerte, sowie der 2.500 Euro des Michael Müller Verlags, der sich dieser Spendenaktion angeschlossen hat, können nun 13.208,14 Euro zur Verfügung gestellt werden. Nach längerer Suche nach einem lohnenden Projekt entschlossen wir uns, den genannten Betrag dem Umwelt- und Kulturverein in Alt-Olympia zu übergeben. Nachdem Bemühungen, das gesammelte Geld einer Grundschule zur Verfügung zu stellen, scheiterten, wandten wir uns an diesen engagierten Verein in Alt-Olympia, der die Gelder ganz sicher im Sinne unserer Leser einsetzen wird. Konkret sollen 3.000 Bäume auf dem „Galani“-Hügel bepflanzt werden. Hinzu kommt eine Bewässerungsanlage. Am Freitag dieser Woche (17.Oktober) erfolgt in Alt-Olympia die symbolische Übergabe der Spendengelder (siehe dazu Interview mit der Vorsitzenden des Umwelt- und Kulturvereins in Alt-Olympia, Elke Spiliopoulos, auf Seite 12). Natürlich werden wir dieses schöne Projekt weiterhin journalistisch betreuen. Wir möchten uns noch einmal sehr herzlich bei allen Leserinnen und Lesern, die an der Spendenaktion mitgewirkt haben, bedanken! Ihr Team der Griechenland Zeitung“

Aus der Griechenland Zeitung, der deutschsprachige Wochenzeitung Griechenlands und Zyperns, Ausgabe vom 15.-21.Oktober 2008, Titelseite. Weitere allgemeine Informationen zur Griechenlandzeitung finden Sie im Internet unter www.griechenland.net

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008

Bericht aus Olympia von Elke Fröhlich Spiliopoulos

Nachdem im Frühjahr die letzten Bäume der insgesamt 2700 gepflanzt waren, haben wir gleich im Mai ein Begießungssystem eingerichtet. Eine Firma hat uns einen 11-Tonnen Wasserbehälter gespendet, das Wasser reicht für 1/3 des Hügels. Schläuche und Düsen wurden angebracht, und ab Juni begießen wir alle 14 Tage. Zuerst kam die Feuerwehr und füllte den Tank, ab und zu ein Privatmann unentgeltlich, aber seit Anfang Juli bezahlen wir für einmal begießen = drei Tankfüllungen 150 Euro. In vielen Dingen hilft uns die Gemeinde, aber hier leider nicht, und das finde ich beschämend. Leider warten wir ja immer noch auf Regen.
Inzwischen haben sich bei mir einige Sponsoren gemeldet (Studiosus-Foundation München, Griechenlandzeitung Athen, Plant Your Roots in Greece  aus Amerika), und das ist natürlich eine große Hilfe. Diese Organisationen haben von uns gehört und vertrauen uns das Geld an, weil sie wissen, dass es dahin geht, wo es hin soll. Wir haben außer den Pflanzungen mit Schulen und Freiwilligen einen Fußpfad auf dem Hügel geplant und bereits seit gestern begonnen, einen Unterstand, Bänke und Beschriftungen der Pflanzen beidseitig des Weges anzulegen. Außerdem gibt es noch einen zweiten und dritten Hügel!!! Wir sind zuversichtlich, dass wir eine Menge für unsere Umwelt tun können.
Wir Ihr wisst, haben wir eine Seite im Internet, wo Ihr Euch weiter informieren könnt: www.olympianature.gr.

Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008

Auch deutsche Medien berichten über unsere Arbeit!

Wir danken Petra Wilhelm, Journalistin des Südwestrundfunks Stuttgart, für die Genehmigung, ihre Reportage über die Ehrenamtlichen der Waldschutzinitiative Kaissariani (EDDK) abzudrucken:
„Auf Achse mit Alarich – Die Freiwilligen der Waldschutzinitiative Athen-Kaissariani“
Alle Welt schaute letztes Jahr im August schockiert auf die griechische Halbinsel Peloponnes. Tagelange, verheerende Brände vernichteten dort rund 200.000 Hektar Wald, fast 70 Menschen kamen ums Leben, außerdem ca. 60.000 Tiere. Gleichzeitig brannte es auch am Athener Hausberg Hymettos. Aber das ist schon fast normal. Der einzige Wald, den die 5-Millionen-Metropole noch hat, ist extrem gefährdet. Denn viele würden gern Bauland aus ihm machen, teures Bauland. Ein kleiner Trupp Freiwilliger hält dagegen: die Waldschutzinitiative des Athener Stadtteils Kaissariani macht mit ihrem unermüdlichen Einsatz Bodenspekulanten das Leben so schwer wie möglich. Vorbildlich – meint Petra Wilhelm…
Petra Wilhelm (P.W.):
Ein kleines Holzhäuschen am Fuße des Hymettos, dort wo der Moloch Athen aufhört und der Wald beginnt. Hier ist die Einsatzzentrale, aber auch die Kaffeestube der rund 300 ehrenamtlichen Waldschützer. Von Frühling bis Herbst sitzt hier, spätestens ab 17h, nach getaner Arbeit, einer am Walkie-Talkie, andere besetzen die fünf festen Kontrollposten, patrouillieren zu Fuß oder mit dem Auto, bis 1 oder 2 Uhr nachts. Drei Stunden Einsatz pro Woche sind Minimum, und sie lohnen sich, sagt Vangelis Stogiannis, auch wenn die meisten Griechen über so viel Idealismus nur mitleidig den Kopf schütteln.
Vangelis Stogiannis (V.St.):
Unsere Entlohnung ist riesig, wir kriegen einen gesunden Wald, Luft zum Atmen und wir investieren in die Zukunft. Wir hoffen, dass die Kinder von heute und deren Kinder es einmal zu schätzen wissen….
P.W.:
Die Kleinen sollen schon früh in Kontakt mit der Natur kommen und verstehen, wie wichtig der Wald für sie ist. Deshalb sind Leute wie Thanassis Exarchopoulos, der die Waldschutzinitiative 1985 mit gegründet hat, auch in den Wintermonaten aktiv.
Thanassis Exarchopoulos:
Im Winter arbeiten wir mit den Schulen der Umgebung und machen Umwelterziehung.
In den Grundschulen eher spielerisch mit den Kleinen. Fürs Lyzeum haben wir Videos. Das kommt ganz auf die Zielgruppe an.
P.W.: 14.000 Hektar Wald haben die Freiwilligen von Kaissariani unter ihrer Aufsicht. Wenn es brennt, sind sie die ersten, die eingreifen, danach helfen sie der Berufsfeuerwehr beim Löschen. Zur Ausrüstung steuert der Staat etwas bei, kürzlich kam der Zuschuss für das Jahr 2004. Viel mehr als das wird den Waldschützern ein Geschenk der Deutsch-Griechischen Gesellschaften nützen. Im April ging er in Patras von Bord, ein gebrauchter Magirus Feuerwehrwagen aus Tübingen, den Vangelis Stogiannis liebevoll „Alarich“ nennt.
V.St.: Das Auto ist trotz seines Alters wie neu. Es hat die ganzen Jahre 25.000 km gemacht. Es sieht aus, als ob es überhaupt nur für Übungen angelassen worden wäre.
P.W.: Seine Feuertaufe hat Alarich bereits im Juni mit Bravour bestanden. Denn am Hymettos brennt es oft, und zu 90 % ist die Ursache Brandstiftung, 50mal allein im letzten Jahr. Dass sie trotzdem nur 1 %, rund 100 Hektar, ihres Waldes verloren haben, erfüllt Stogiannis und seine Truppe mit Stolz.
Mehr als 10.000 selbstgezogene Eichen haben sie außerdem schon dieses Jahr am Hymettos gepflanzt. Ein kleines Wäldchen soll eigens für die Tübinger entstehen. Denn die hätten viel mehr als ein Auto nach Athen gebracht.
V.St.: Das wichtigste, was diese Leute getan haben, ist, uns Mut zu machen. Ins Feuer gehen kannst du auch ohne Auto und Ausrüstung, aber ohne Mut nicht, denn das ist ein Kampf!
P.W.: ..und der wird auch dieses Jahr wieder schwierig, der Hymettos kommt nicht zur Ruhe. Ein Glück, dass die furchtbaren Brände vom letzten August einige doch wach gerüttelt haben, meint die junge Waldschützerin Eleni Pappas: Seit den zahlreichen Feuern im letzten Jahr kommen viele Leute zum Helfen, auch viele junge. Das hat uns bestärkt, dass wir so weiter machen sollen!

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008

Bericht von Vangelis Stogiannis, unserem Ansprechpartner i.S. Kaissariani, über den Sommer 2008:

Die „Freiwillige Waldschutzgruppe Kaissariani“ (EDDK) hat wieder neue aktive Mitglieder bekommen. Gegen Ende dieses Sommers zählt sie 215 freiwillige Helfer, von denen 80 sogar an der Spezialausbildung für Zivilschutz teilgenommen haben.
Die Tätigkeiten dieses Sommers:
Im Mai fand die 2tägige Grundausbildung der Freiwilligen statt, Themen waren:
Die Bedeutung des Waldes, Gesetze, die den Wald betreffen, die Pflichten des Waldschützers, Ausbildung in der Kommunikation per Funk, Benutzung von Karten und Kompass, Erstellung des Protokolls über den ersten Einsatz, Unterstützung der Berufsfeuerwehr, Unterweisung im Gebrauch der mechanischen Ausrüstung, Erste Hilfe.
Zwei 2-tägige Lehrgänge der Spezialeinheit „Zivilschutz“ behandelten das Vorgehen der Waldschützer, das Säubern und Fällen von Bäumen, Aufbau eines Schnelleinsatzes zur Brandbekämpfung, Übung zur Flucht im Waldbrandgebiet, Einsammeln/Pflege der Ausrüstung.
Leider waren auch in diesem Sommer wieder viele Einsätze nötig; bereits im Mai brachen beim Kloster Ag. Giannis zwei Feuer aus, beim Einsatz wurde der kleine Löschwagen beschädigt. Über den Grossbrand im Juni am Hymettos und in Glyka Nera, bei dem unser 7000 lit. Magirus („Alarich“ genannt) sich besonders bewährte, berichtete das DKIZ ausführlich in seiner Website www.dkiz.gr. Ein großes Feuer entstand im „Felsen-Theater“ (Theatro Vrachon) von Vyronas, und es gab im Juni noch weitere 4 kleine Brände. Bei allen war unser Löschwagen im Einsatz – und alle konnten erfolgreich gelöscht werden.  Es folgten im Juli 10 weitere, kleinere Brände, im Gebiet des Hymettos von Ag. Paraskevi bis Ilioupolis, sowie ein Brand beim Skopeftirion Kaissarianis, die alle mit Hilfe unseres Wagens gelöscht werden konnten. Zu einem Grossbrand in Kalamos wurde eine Einsatzgruppe zu Fuß der EDDK entsandt. Auch im August und September musste die Gruppe in 15 Fällen eingreifen.
Für Herbst und Winter ist folgendes Programm vorgesehen:
Unterrichtung und Sensibilisierung von Schülern für die Umwelt, Sammeln und Vorbereitung von Pflanz- und Sämaterial zur Wiederaufforstung, Ausbildung – Einsatz bei Naturkatastrophen wie z.B. Erdbeben, Überschwemmung, Schnee, Pflege, Reparatur und Ersatz der Ausrüstung.

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008

Unsere Aktionen nach dem Brandsommer 2007 laufen weiter!

In dieser Sonderausgabe unseres s+a berichten wir über verschiedene Initiativen in Sachen Brandschutz und Wiederaufforstung in Griechenland.

DKIZ: Die Unterstützung der Freiwilligen Waldschutzinitiative Kaissariani geht weiter!
Die Landtagsabgeordnete von Baden-Württemberg und Gründerin der Initiative “Griechenlandhilfe Tübingen” Rita Haller-Haid, wird in der Woche vom 27. bis 31.Oktober 2008 die Freiwillige Waldschutzinitiative Kaissariani (EDDK) besuchen. Vorgesehen ist eine Führung durch den Hymettos, in dem die jungen Waldschützer von Frühling bis Herbst tätig sind, mit Besichtigung der abgebrannten und der „geretteten“ Waldbestände und nicht zuletzt der Gebiete, die wieder mit Bäumen bepflanzt werden. Rita Haller-Haid wird sich so ein vollständiges Bild von der Arbeit der Freiwilligen und von dem Gebiet, in dem „Alarich“, der Magirus-Löschwagen aus Tübingen, hauptsächlich eingesetzt ist, machen können. Bei Gesprächen mit der Gruppe soll über die weitere Zusammenarbeit mit der „Griechenlandhilfe Tübingen“ diskutiert und besprochen werden, welche wichtige Schutz- und Sicherheitsausrüstung die Gruppe noch braucht, - auch im Hinblick auf das nächste Jahr, denn…….der nächste Sommer kommt bestimmt, und damit auch wieder Waldbrände am Hymettos.
Bereits jetzt hat die Vereinigung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften in Zusammenarbeit mit der Griechenlandhilfe  Tübingen eine Lieferung neuer, speziell für den Einsatz bei Waldbränden im mediterranen Raum geeigneter Sicherheitshelme vorbereitet. Eine junge griechisch-englische Journalistin aus Indonesien war von unserem Projekt so begeistert, dass sie bei einem Besuch im DKIZ spontan für einen Helm das Geld spendete.
Aus einer E-mail von Rita Haller-Haid an das Deutsche Kontakt- und Informationszentrum, mit dem auch ein Treffen auf dem Programm steht: „Karl Hermann hat mir gestern gesagt, er hätte warme Schutzkleidung für den Winter aufgetrieben, die zur Zeit gereinigt würde. Wir sollten uns schon mal Gedanken machen, wie wir sie runter bringen können. Ich hör mich gerade um, ob es jemand gibt, der demnächst mit dem Auto runter fährt“.
Für so viel Engagement und Hilfe und Netzwerkentwicklung können wir vom Deutschen Kontakt- und Informationszentrum nur dankbar sein! Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Waldschützern freuen wir uns, dass diese Zusammenarbeit zustande kommen konnte und wünschen allen Beteiligten weiterhin viel Erfolg!

Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008