Schon für Hippokrates war die Quitte die „für Heilzwecke nützlichste Frucht“. Die Quitte gilt auch heute als ernährungsphysiologisch sehr wertvolle Frucht. Auffallend hoch ist ihr Gehalt an Fruchtsäuren (Apfel- und Weinsäuren), Gerbstoffen und natürlich Pektinen, ein flüssiger Ballaststoff, der in unserem Verdauungssystem ein ganz wichtiger Bestandteil sein sollte. Quitten enthalten mehr Pektin als der Apfel. Durch die Quellwirkung des Pektins im Darm können Giftstoffe gebunden und eliminiert werden. Das ist der Grund, warum Quitten häufig gegen Durchfall verabreicht wurden. Pektine senken zudem den Cholesterinspiegel, normalisieren den Blutzuckerspiegel und beugen Darmkrebs vor. Auch beim Kaliumgehalt steht die Quitte noch vor dem Apfel. Ansonsten enthalten die Quitten noch reichlich Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe und natürlich ätherische Öle. Quitten waren und sind Bestandteil der Naturheilkunde. Empfohlen wird frisches Kompott für Magen- und Halskranke.
Die Verbreitung der Quitte verdanken wir den Römern. Bei ihnen galt die Quitte als Glücks- und Fruchtbarkeitssymbol. Jung vermählte Paare mussten im alten Griechenland und in Rom eine Quitte essen. Es hieß, dass eine Frau, die während der Schwangerschaft viele Quitten isst, schöne und intelligente Kinder zur Welt bringe.
Eine leckere, festliche griechische Hauptmahlzeit ist „Kreas me Kidonia“ (Quitten mit Fleisch):
Ismini’s Spezialrezept
1 kg mageres Fleisch, (Schweinefleisch, Lammfleisch oder Rindfleisch, je nach persönlichem Geschmack), 1½ kg Quitten, ca. 50 gr Butter, Zucker, Salz, Pfeffer, nach Geschmack.
Das Fleisch wird in gulaschartige Stücke geschnitten und in der Butter angebraten, etwas Wasser dazugeben, leicht kochen lassen. Die Quitten werden geschält, in Stücke geschnitten und zum Fleisch gegeben. Auch die Quitten sollten noch mit Flüssigkeit bedeckt sein. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer und Zucker, der Topf zugedeckt und bei niedriger Hitze so lange gekocht, bis die Flüssigkeit sich zu einer dicken Soße reduziert hat. „Guten Appetit!“
…….und hier ein gesunder „Pralinenersatz“ -
Quittenbrot nach Oma’s Art
Quitten in einem Tuch abreiben, in Viertel oder Achtel schneiden, entkernen, mit wenig Wasser weich kochen (Zutat der Enkelin: Drucktopf!). Masse zu gleichmäßigem Mus verarbeiten (Zutat der Enkelin: Elektromixer!), mit Zucker so lange unter Rühren kochen lassen, bis eine relativ feste Masse entsteht, erkalten lassen, auf Backpapier streichen, ca. 1 1/2 cm hoch, und im Backofen mehrere Stunden bei ca. 50 Grad C. trocknen lassen. Zum Schluß entweder mit geröstetem Sesam bestreuen und in Stückchen schneiden oder zunächst in Stückchen schneiden und jedes Stückchen mit einer Mandel verzieren. Für die Weihnachtstage in Blechdosen füllen – und gut verstecken! „Delikaten Genuß!“
DKIZ – HAUSHALTS-TIPP
………………keine falsche Sparsamkeit in der Tiefkühltruhe!
Müllbeutel und Plastiktüten aus dem Supermarkt sind nicht zum Einfrieren von Lebensmitteln geeignet. Vor falscher Sparsamkeit warnt das Institut Fresenius aus Taunusstein. Da für diese Tüten nicht die strengen Regelungen des deutschen Lebensmittelgesetzes gelten, können gesundheitsschädliche Lösungsmittel freigesetzt werden. Sichere Alternative: haushaltsübliche Frischhaltefolien und Tiefkühlbeutel. (Fundstelle: Apotheken-Umschau 07/06)