DKIZ

Deutsches Kontakt- und Informationszentrum in Griechenland

Empfohlen wird

Empfohlen wird:z.B. Bücher, Filme, Musik, etc.

Hilfe im Umgang mit den Behörden

Die englischsprachige Wochenzeitung ATHENS NEWS feierte am 14. Januar 2008 mit einem repräsentativen Empfang im Megaron Mousikis ihr Jubiläum. In würdiger Form wurde des Gründers und langjährigen Herausgebers der ATHENS NEWS Jannis Horn gedacht. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch das von der „ATHENS NEWS“ herausgegebene englischsprachige Buch „Surviving Greek Bureaucracy” vorgestellt. Dieses handliche Taschenbuch kann uneingeschränkt allen Neuankömmlingen in Griechenland und Auslandsgriechen empfohlen werden. Es ist ein zuverlässiger Führer durch das Gestrüpp der griechischen Bürokratie. Wehrdienst, Steuerpflicht, Aufenthaltserlaubnis, Krankenversicherung, Rente, Führerschein, Verbraucherrechte, Eheschließung, Geburt, Scheidung, Sorgerecht, Bestattung….. es gibt kaum ein Thema im Umkreis der griechischen Verwaltung, das nicht kurz und bündig behandelt wird, wobei jeweils auch aufgeführt ist, welche Unterlagen im einzelnen erforderlich sind und wie die Adresse der zuständigen Behörde lautet. Das Versprechen im Klappentext, „ein Führer von der Wiege bis zur Bahre zu sein“, ist nicht übertrieben. (ISBN 978-960-89200-4-0)

Erstellt in 2 Rat / Recht, Empfohlen wird am 28 Juni 2008

Kinder im Krieg – Endlich wird ein Tabuthema diskutiert

Erst seit wenigen Jahren wird offen und öffentlich über die Traumatisierung von deutschen Kindern im Zweiten Weltkrieg geredet. Wie der Bombenkrieg und die Vertreibung, der Verlust des vertrautes Umfelds und der meist väterlichen Bezugspersonen erlebt wurde, ist selbst in psychotherapeutischen und psychoanalytischen Therapien nur selten zur Sprache gekommen, aus welchen Gründen auch immer. Wie diese ehemaligen Kriegskinder, die jahrzehntelang ein ganzes Land wiederaufgebaut und Familien gegründet haben, in traumatherapeutischen Behandlungen irgendwann ihr Schweigen brechen, beschreibt die Studie von Sabine Bode: „Die vergessene Generation“, erschienen 2004 und inzwischen als Taschenbuch beim Piper-Verlag in der 8. Auflage. Auch für die Kinder- und Enkelgeneration eine Gelegenheit zu verstehen, warum die Eltern so sind, wie sie sind.

Erstellt in Empfohlen wird am 28 Juni 2008

Lese-Empfehlungen

Lese-Empfehlungen des DKIZ
Auch von Autoren der Weltliteratur lässt sich lernen, Respekt und Bewunderung für einen Baum zu entwickeln, der in diesem griechischen Sommer millionenfach dem Feuer zum Opfer fiel: „Olive - Der heilige Baum. Geschichten und Gedichte“, ausgewählt und herausgegeben von Andrea Schellinger. Seit Jahrtausenden ist der Ölbaum eine der wichtigsten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums. Die ungeheure Lebenskraft dieses Baumes hat über 2500 Jahre hinweg Dichter und Schriftsteller fasziniert; davon zeugen die Texte dieses Buches u.a. von Homer, Herodot, Platon, Horaz, Vergil, Rilke, Kazantzakis, Elytis, Ritsos und vielen anderen. Erschienen in der Reihe „Geschenkbücher“ des Insel–Taschenbuch-Verlags.
Unter dem Titel „Η ΕΛΙΑ - 86 κείμενα για ένα δένδρο“ ist das Buch im Athener Nissos-Verlag auf Griechisch erschienen. In der Textauswahl ist es leicht modifiziert, aber es enthält zusätzlich ein sehr schönes, wenig bekanntes Gedicht von Konstantin Tsatsos und 42 Fotografien von Dimitris Stoupakis.

„Streifzüge durch Griechenlands größte Insel zwischen spröden Bergen und sonnigen Stränden“ – so wirbt der Picus-Verlag für das Kreta-Buch von Katja Jäckel, der Leiterin des Athener Informationszentrums des DAAD und ihrem Ko-Autor Peter Peter, das vor kurzem in der Reihe „Picus Lesereisen“ unter dem Titel „Ziegen, Götter, Bergschönheiten. Rätselhaftes Kreta“ erschienen ist. Wenn man das mit einer Fülle von gut recherchierten und anschaulich dargestellten Informationen gespickte Büchlein gelesen hat, weiß man, dass man viel mehr in der Hand hat: Nämlich die höchst differenzierte und geschickt komprimierte Landeskunde eines „Kontinents“ zwischen den Erdteilen, geschrieben von Kennern und Insidern. Da ist auf nur 132 Seiten die Rede von Mittelmeerdiät, griechischer Frauenliteratur, Umgang mit Vierbeinern, der Dynamik von Verwandtschaften, von politischer Geschichte und ihren kretischen Protagonisten, der autokephalen Kirche der Insel und der kretisch-türkischen Koexistenz, die vor mehr als 80 Jahren abrupt endete – um nur einige der zahlreichen, kurzweilig aufbereiteten Themen zu nennen. Wer Kretern oder Liebhabern Kretas eine kleine Freude zu Weihnachten machen will: Hier bietet sich eine erschwingliche und intelligente Gelegenheit!

Erstellt in Empfohlen wird am 2 Januar 2008

Bewegung als Therapie

Unsere heutige Lebensweise bringt es mit sich, dass wir uns meist zu wenig bewegen. Um Gesundheitsschäden aufgrund von Bewegungsmangel vorzubeugen bzw. solche Schäden wieder zu beheben, schlagen Forscher mindestens 30 Minuten moderate Bewegung am Tag vor. Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität und Sport meist als Prophylaxe, um den Ausbruch von Krankheiten und Leiden zu vermeiden.
Doch seit kurzem erkennen Spezialisten aus vielen Fachgebieten, Psychiater und Onkologen, Orthopäden, Demenzforscher und Kardiologen: Den Körper in Gang zu bringen hilft Menschen auch dann, wenn sie schon längst krank sind. Moderate, aber regelmäßige Bewegung wirkt nicht nur vorbeugend, sondern auch heilend.
In vielen Fällen ist dosiertes Training - schnelles Spazierengehen, normales Nordic Walking, Schwimmen oder sonstige flotte bzw. rhythmische Bewegungen - eine Ergänzung bewährter Therapien. Häufig, so zeigen neue Studien, wirkt Bewegung sogar besser als teure Tabletten und High-Tech-Medizin. Sie kann gesundmachende Zellen im Körper wachsen lassen, Krankheitsverläufe umkehren und sogar die Lebenserwartung erhöhen.
Mehr darüber in der Zeitschrift „Der Spiegel“ 5/2006 vom 30.1.06 und im SPIEGEL Special 4/2006 vom 13.6.06, zu erhalten übers Internet: http://service.spiegel.de/digas/servlet/find/DID=45624844
und/oder: Klaus Michael Braumann, Die Heilkraft der Bewegung, Hugendubel 2006

Erstellt in Empfohlen wird, Nützliches am 4 August 2007

Deutsch-Griechische Geschichte und Gegenwart

„Ein Lied für Argyris“ heißt der letztes Jahr fertiggestellte Film von Stefan Haupt, der beim Dokumentarfilm-Festival Thessaloniki 2007 den Publikumspreis erhielt und vorher für den Schweizer Filmpreis 2006 nominiert worden war.
Distomo ist ein Bauerndorf in Griechenland. Hier überlebt der kaum vier Jahre alte Argyris ein Massaker der Waffen-SS, bei dem er seine Eltern und 30 weitere Angehörige verliert. Mehrere Jahre verbringt der Junge anschließend in Waisenhäusern rund um Athen, unter Tausenden von Kriegskindern, bis eine Delegation des Roten Kreuzes ihn mitnimmt in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen. Jahre später schließt er an der ETH Zürich sein Studium in Mathematik und Astrophysik mit der Promotion ab. Bald schon unterrichtet er an Zürcher Gymnasien, beginnt griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen und arbeitet später mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Zurück in Europa reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her; die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger.
Wie lebt man mit einer solchen Geschichte, mit der ganzen Unfassbarkeit des Krieges? Argyris Sfountouris, mittlerweile 67 Jahre alt, ein Mann von gewinnendem Charme und melancholischer Heiterkeit, hat sich Zeit seines Lebens mit dem Wahnsinn auseinandergesetzt, der ihm als Kind widerfahren ist. Aus der Begegnung mit ihm hat Stefan Haupt ein erschütterndes Filmportrait geschaffen, das lange nachwirkt.
Der Kinostart in Deutschland war am 17.5.07, im Herbst soll er auch in die griechischen Kinos kommen. Mehr im Internet über:
http://www.delicatessen.org/argyris.html oder http://www.fontanafilm.ch/DOKFILME/argyris

Erstellt in Empfohlen wird am 4 August 2007

Somerzeit Lesezeit!

Drei Vorschläge für die Ferien-Büchertasche
„Insel der Vergessenen“ von Victoria Hislop, übersetzt von Angelika Felenda, 2007, Heyne-Verlag. (Griechische Ausgabe: «Το νησί», μετάφρ. Μιχάλη Δελέγκου, Εκδόσεις Διόπτρα 2007).
Der Roman ist spannend geschrieben und enthält außer der fiktiven Handlung viel sorgfältig recherchierte Informationen zum Leben und der Gesellschaft auf Kreta im letzten Jahrhundert. Die “Titel – Insel“ ist Spinalonga nördlich von Kreta. Sie war von 1903 bis 1957 „Lepra-Kolonie“, d.h. die in Griechenland an Lepra Erkrankten wurden dorthin verbannt und blieben bis zu ihrem Tod. Erst als in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts Therapien gegen Lepra (Aussatz), diese älteste Krankheit der Menschheit, entwickelt wurden, konnte die Lepra-Kolonie aufgelöst werden. Erzählt wird eine Familiengeschichte über drei Generationen, spannend geschrieben mit allen Emotionen, die Liebe, Trauer, Tod und Geburt auslösen. Prima geeignet, als gute Unterhaltungslektüre am Strand gelesen zu werden.
Auch unsere 2.Empfehlung für die Büchertasche: „Der kretische Gast“ von Klaus Modick (Verlag Piper 2005) spielt auf Kreta in der Zeit von 1943 bis 1945 und auf einer 2. Handlungsebene 1975 in Hamburg bzw. auf Kreta. Das Buch ist Zeitgeschichte und Thriller zugleich, verbunden mit einer Liebeserklärung an Kreta und seine Menschen. Es liest sich leicht und spannend, ohne seicht zu sein, eben gute Unterhaltungslektüre für die Sommerferien. (Griechische Ausgabe:“ Μουσαφίρης στην Κρήτη“, μετάφρ. Νίκου Δελιβοριά, Εκδόσεις Κέδρος 2005).
Angesichts der faszinierenden Ergebnisse, die die moderne Hirnforschung derzeit liefert, ist das Buch „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ von Gerald Hüther, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht 2006 unsere dritte Empfehlung zwar keine Lektüre für den Strand, aber als Sachbuch für Mußestunden in den Ferien gut geeignet
Der renommierte Hirnforscher übersetzt die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie in eine verständliche Sprache und zeigt dem Leser auf, wie er konkret für sein eigenes Leben daraus profitieren kann. In der modernen Hirnforschung wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Die sogenannte Plastizität des menschlichen Gehirns bedeutet, dass es lebenslang veränderbar, ausbaubar, anpassungsfähig ist. Sogar die Masse der Gehirnzellen ist, im Gegensatz zur früheren Auffassung der Wissenschaftler, nicht endgültig festgelegt, sondern kann im Verlauf des Lebens noch zunehmen. Nach den neuesten Erkenntnissen der Hirnforscher hat die Art und Weise der Nutzung des Gehirns einen entscheidenden Einfluss darauf, welche neuronalen Verschaltungen angelegt und stabilisiert oder auch destabilisiert werden. Daraus ergibt sich die Frage, wie wir eigentlich mit unserem Gehirn umgehen müssten, damit es zur vollen Entfaltung der in ihm angelegten Möglichkeiten kommen kann. Hüther gelangt zu Erkenntnissen, die unser gegenwärtiges Weltbild erschüttern und uns zwingen, etwas zu übernehmen, was wir bisher allzu gern an andere Instanzen abgegeben haben: Verantwortung.

Erstellt in Empfohlen wird am 4 August 2007

Buchempfehlungen


Irrationale Elemente deutscher Politik – von Bismarck bis Schröder“ von Gregor M. Manousakis. Welche Zukunft haben Deutschland und Europa? Welche Rolle wird Deutschland im zukünftigen Europa spielen? Der Verfasser analysiert scharfsinnig die politischen Entscheidungen der Vergangenheit und versucht Wege für das zukünftige Europa aufzuzeigen. Eine ausführliche Besprechung dieses wichtigen politischen Sachbuches durch die Historikerin Dr. Waltraud Sperlich finden Sie hier auf der Website Das Buch ist erschienen im Tsoukato Verlag Athen, ISBN 960-7922-37-9

Olive - Der heilige Baum, Geschichten und Gedichte“, ausgewählt und herausgegeben von Andrea Schellinger. Seit Jahrtausenden ist der Ölbaum eine der wichtigsten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums. Die ungeheure Lebenskraft dieses Baumes hat über 2500 Jahre hinweg Dichter und Schriftsteller fasziniert, davon zeugen die Texte dieses Buches u.a. von Homer, Herodot, Platon, Horaz, Vergil, Rilke, Kazantzakis, Elytis ,Ritsos und vielen anderen. Erschienen in der Reihe „Geschenkbücher“ des insel–taschenbuch-verlag..

Unter dem Titel „Η ΕΛΙΑ“ ist das Buch im Nissos-Verlag auf Griechisch erschienen. In der Textauswahl ist es leicht modifiziert, aber es enthält zusätzlich ein sehr schönes, wenig bekanntes Gedicht von Konstantin Tsatsos und 42 Fotografien von Dimitris Stoupakis. ISBN 960- 8392-23-3.

Messene, die erträumte Metropole“, erschienen im LYSO Verlag Kalamata. Angesichts der spektakulären Ausgrabungsfunde der letzten Wochen im antiken Messene (bei Kalamata) könnte der Spätherbst für einen Ausflug dorthin genutzt werden. Pflichtbegleitung sollte das schön gestaltete, handliche Buch von Eva-Maria Lang und Waltraud Sperlich sein. Es ist ein gut zu lesender Kunstreiseführer und Zeitreiseführer und besticht durch die Fülle und Qualität seiner Abbildungen. ISBN 960 -630-274-1

Für die bilinguale deutsch-griechische Kinderstube:

Arthur und Anton“, ein zweisprachiges Bilderbuch, das die Geschichte einer ungewöhnlichen Tierfreundschaft erzählt. Ab 5 J., mit Audio-CD. “Rund um mein Haus“, ein zweisprachiges Pappbilderbuch, das kleinkindgerecht die Situationen in und um ein Wohnhaus schildert. Ab 2 J. .Mehr Informationen auch unter www.edition-bilibri.de.und Epko International
0030 210 2022202, E: info@epko.org

Erstellt in Empfohlen wird am 4 November 2006

Buchempfehlungen der deutschsprachigen Buchhandlungen

 

Die Deutsche Buchhandlung (Omirou 4 / Stadiou 10 in der Passage, 10564 Athen, 210-3225294)empfiehlt

 

Karnezis, Panos: Der Irrgarten dtv, 2005, ISBN 3-423-24452-6. Die Odyssee einer griechischen Brigade, die sich im Sommer 1922 auf der Flucht vor den Türken in der anatolischen Wüste verirrt.

van Gent, Werner/Walser, Paul L Zimt in der Suppe . ISBN 3-85869-283-2-Die Verfasser, langjährige Griechenland-kenner, nehmen uns mit auf eine Entdeckungsreise durch ein modernes und überraschendes Griechenland. 

Der Mensch ist eine kleine Welt. Reclam Verlag, 2006 ISBN 3-15-010600-1Antike Weisheiten. Kluge Gedanken von Dichtern und Denkern - neu übersetzt und klug geordnet - der griechischen und roemischen Antike.

Bernieres, Louis de: Traum aus Stein und Federn Fischer Taschenbuchverlag, 2006. In einem atemberaubenden epischen Roman macht Louis de Bernieres eine vergessene Stadt im Südwesten Anatoliens zur Mitte der Welt. Mit schillernden Farben erschafft er einen Kosmos, in dem vor 100 Jahren Türken und Griechen, Christen und Muslime in Frieden nebeneinander lebten.

 Trompeter, Georgios Theodosios: Jorgo’s Taverne ISBN 3-85252-730-9Vegetarische und vegane Rezeptideen. Kulinarische Streifzuege durch Griechenland, Italien und Oesterreich.

 

Die Notos Buchhandlung (Omirou 15, 10672 Athen, 210-3629746). empfiehlt

 

Kadelbach, Ulrich Mit Kazantzakis auf den Athos Kretische Spuren ISBN: 3-937108-08-4 Ulrich Kadelbach webt aus seinen Reiseerinnerungen, aus Kazantzakis-Zitaten und Athos-Legenden eine wundervolle Textcollage über den heiligen Berg und kretische Spuren dorthin.
Einleitung von Papaderos, Alexandros. Vorwort von Konstantinou, Miltiadis.

 

Nikos Themelis Jenseits von Epirus. ISBN: 3-492-23719-3 Übers. von: Hauser, Norbert. Mitreißend und bilderreich erzählt Nikos Themelis’ großes Epos die fesselnde Lebensgeschichte des Griechen Nikolas. »Jenseits von Epirus« steht seit drei Jahren auf der griechischen Bestsellerliste.

 

Maria Psilakis , Nikos Psilakis Die Kultur der Olive, Olivenöl. ISBN: 960-7448-19-7 Das Geheimnis zur guten Gesundheit: Hinweise zur richtigen Anwendung: Mit 150 Rezepten.

 

 

Die Colibri Buchhandlung (Kyriazi 14-16, 14562 Kifissia, 210-8018687) empfiehlt

 

Taschenbücher:

Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein . Umberto Eco: Die Flamme der Königin.

LoanaAmos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis . Khaled Hosseini: Drachenläufer.


Gebundene Neuerscheinungen::
Katharina Hacker: Die Habenichtse.  Ilija Trojanow: Der Weltensammler.
Peter Stamm: An einem Tag wie diesem.  Jonathan Safran Foer: Extrem nah und unglaublich nah.
Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger  . Ryszard Kapuscinski: Meine Reisen mit Herodot.
Frank Schulz: Das Ouzo-Orakel.

Erstellt in Empfohlen wird am 4 November 2006

Buchbesprechung

Von den Griechen lernen

Zu dem Buch von Gregor M. Manousakis:
Irrationale Elemente deutscher Politik
Von Bismarck bis Schröder
Erschienen im Tsoukatou Verlag Athen zum Preis von 24.90 Euro
In Deutschland zu beziehen über www.buchhandel.de oder info@gropper-gmbh.de.

Ein Grieche, der uns Deutschen erzählen will, wie wir ticken. Uns gar aufzeigt, wo wir falsch ticken, wo unsere Politiker in der Vergangenheit - der fernen wie der ganz nahen – die Vernunft abgeschaltet haben. Von einem alten Griechen ließen wir uns zeitlose Weisheiten verklickern, aber von einem älteren Griechen der Jetztzeit? Der uns dazu noch um die Ohren haut, dass uns die Ratio, als deren Miterfinder sich die deutsche Kulturnation sieht, auch in der deutschen Politik meist abhanden kommt?
Gregor M. Manousakis, 1935 auf Kreta geboren, hat in Bonn Politikwissenschaft und äußerst gründlich die Deutschen studiert. Herausgekommen ist ein sehr kluges Buch, aus dem wir Deutschen viel lernen können. Wenn wir nur wollten. Wohl weil wir die Wahrheit nicht hören wollen, kamen zu der Buchvorstellung in Athen nicht die, die es angeht. So diskutierten über ein deutsches Buch, über deutsche Vergangenheit, über deutsche Politik, in deutscher Sprache – fast ausschließlich Griechen. Doch ein schlagender Beweis für die deutsche Irrationalität.
Für den berühmten Kulturhistoriker Egon Friedell war „Geschichtsschreibung die Philosophie des Geschehenen“. Gregor M. Manousakis leistet das, zeigt in der Rückschau die verquere deutsche Denke auf, die daraus folgenden Irrwege, in die sich die deutsche Politik verrannt hat und weiter verrennt.
Angefangen bei den Nachfolgern Bismarcks. Da hatte der eiserne Kanzler, ein gebranntes Kriegskind, Deutschland in einen Sicherheitskokon eingewoben, um seinem Land für immer den Frieden zu geben. Ausgeklügelte Staatsverträge, die – wären sie bloß eingehalten worden – Europa eine lange Zeit der Ruhe garantiert hätten. Aber der Mensch ist nicht glücklich, wenn er glücklich ist und der Politiker erst recht nicht.
Ohne Not kündigen die Nachfolger Bismarcks seine Verträge auf und zerfetzen mutwillig das Sicherheitsnetz. Kleingeister machen Deutschland zur politischen Spielwiese und so pocht denn auch der Kaiser, eher vom Spieltrieb als von der Staatsräson geleitet, auf eine eigene Marine. Eine Kriegsflotte ist eigentlich völlig überflüssig, da die deutschen Handelsschiffe bis dato immer sicher unter dem Schutz der englische Marine gefahren sind. Die Seemacht England kann nicht anders: Sie muss im maritimem Aufrüsten Deutschlands eine echte Bedrohung sehen. Kindische Großmannssucht trieb Deutschland in den Krieg.
Folgt man Manousakis’ Gedankengang, ist Irrationalität eine Grundkonstante im politischen Geschehen. Wären die Sieger des Ersten Weltkriegs kluge Gewinner gewesen, hätte es Hitler und folglich den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben. Für Manousakis sind es die Rachegelüste der Alliierten, die Deutschland in die Irrationalität und einem Hitler zutreiben. Demütige niemals ein Volk, so Manousakis Maxime, denn es reagiert darauf genauso irrational, schlägt genauso so blindwütig zurück, wie ein gedemütigter Mensch.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verhindert nur die Furcht der Alliierten vor Stalin eine weitere Demütigung Deutschlands. Die Westmächte brauchen einen starken Puffer zwischen sich und Russland und stoppen die geplante Zerschlagung Deutschlands. Adenauer, „schlau wie Odysseus“, dankt den Alliierten die „Milde“ mit einer eindeutig auf den Westen ausgerichteten Bündnispolitik. Amerika  & Co zeigen sich weiter versöhnlich und so darf Deutschland bald wieder ein Militär haben und 1954 der Nato beitreten. Was abermals deutscher Irratio den Boden bereitet. Die SPD ist lange für einen Sonderweg innerhalb des geteilten Europas, findet aber dann in ihrem Godesberger Programm zum rechten linken Weg zurück, sprich Ausrichtung nach dem Westen. Brandts Ostpolitik kommt erst viel später.
„Die Manier der Aufgabe der deutschen Identität war unter Deutschen zeitweise verbreitet.“ Sehr verbreitet, wie die Verfasserin dieser Rezension nur bestätigen kann. Sie verließ das Land des Vaters, weil ihr die Vorväter zuwider waren. Weit weg der alten Heimat tappte sie aber in die gleiche Falle wie die Zurückgebliebenen. Weil man nur noch gut sein wollte, menschlich sein wollte nach der schrecklichen Nazizeit,  stehen wir jetzt in Deutschland fassungslos vor einer völlig verkorksten Ausländerpolitik. Weiter trauen sich unsere Politiker immer noch nicht, im Nahostkonflikt Stellung zu beziehen, weil Israel, wie willkürlich und gewalttätig seine Politik auch sein mag, mit Samthandschuhen angefasst wird.
Völlig irrational reden Deutsche das Kriegsende schön, wie Bundespräsent Weizsäcker 1985: „Der 8. Mai war auch für uns Deutsche ein Tag der Befreiung.“ Manousakis dazu: „Die Niederlage eines Staates impliziert nie die Befreiung des Staatsvolkes.“ Siehe dazu Vertreibung und Flucht der Deutschen, die jetzt erst, 60 Jahre nach Kriegsende, thematisiert werden.
Dass die Niederlage eines Staates nie die Befreiung eines Volkes impliziert, schreibt Manousakis besonders den Amerikanern hinter die Ohren. Schonungslos führt er Fehler und Kardinalsfehler in der amerikanischen Außenpolitik auf. Den außer Rand und Band geratenen „Hegemon“ zu stoppen, das kann nur ein starkes Europa, in dem nach Manousakis Deutschland eine Schlüsselrolle zukommt. So es sich zur Ratio bekennt.
Gregor M. Manousakis hat ein sehr kluges Buch geschrieben, das Pflichtlektüre für alle Politiker sein sollte. Eine spannende Lektüre für alle, die sich Europäer nennen und einen deutschen Pass haben.

Dr. Waltraud Sperlich, Historikerin

Erstellt in Empfohlen wird am 2 November 2006

INSEL PAROS

Paros: Lust auf die Insel macht das von der Gemeinde Paros herausgegebene Bildbuch; das vom Bürgermeister, wie folgt, vorgestellt wird: „Ein Foto hat den gleichen Wert wie 1000 Worte, anstelle von 55000 Worten stellen wir Ihnen unsere Insel mit 55 fotografischen Momenten vor,“ Gemeinde Paros, T 22840 21222, F 22840 22078.

Die deutschsprachige Übersetzung stammt von unserem Mitglied Beate Beyer. Sie ist Bürgerin von Paros und hat dort ein Übersetzungsbüro für Griechisch – Deutsch und Deutsch – Griechisch. T/F 22840 21221, M 697 7352723, e-mail: beyerarv@otenet.gr

Erstellt in Empfohlen wird am 19 September 2006

Bei unserem Frauenfrühstück am 04. März 2004

Bei unserem Frauenfrühstück am 04. März 2004 zum Internationalen Tag der Frau wird Leben und Werk von Ehrengard .Schramm im Mittelpunkt stehen. Ihr Buch “Ein Hilfswerk für Griechenland ― Begegnungen und Erfahrungen mit Hinterbliebenen deutscher Gewalttaten der Jahre 1941-1944” ist ein Muß Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in Empfohlen wird am 27 Mai 2006

“Olive - Der heilige Baum, Geschichten und Gedichte”.

Ausgewählt von Andrea Schellinger. Seit Jahrtausenden ist der Ölbaum eine der wichtigsten Kulturpflanzen des Mittelmeerraums. Er wurde zum Sinnbild des Friedens und zum Symbol für Beständigkeit und Dauer. Ein Kranz aus Ölbaumzweigen wurde nach friedlichen Wettkämpfen Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in Empfohlen wird am 27 Februar 2006

“Die deutschen Freiwilligen im griechischen Freiheitskampf

 “Die deutschen Freiwilligen im griechischen Freiheitskampf von 1821” von Regina Quack-Manoussakis – eine interessante Schrift für alle,  die sich mit der Geschichte des neuen griechischen Staats bschäftigen. Die Verfasserin, promovierte Historikerin der FU Berlin, untersucht Motivation der deutschen Freiwilligen, Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in Empfohlen wird am 27 Januar 2006

Konstantin Kavafis “Das Hauptwerk”,

 Konstantin Kavafis “Das Hauptwerk”, Gedichte, griechisch und deutsch, übersetzt und kommentiert von Jörg Schäfer, mit Abbildungen antiker und byzantinischer Münzen, ausgewählt und kommentiert von Peter Robert Franke. Weiterlesen..Ganzen Artikel zeigen »

Erstellt in Empfohlen wird am 27 Januar 2006