Berichte vom Peloponnes
Gerda Kazakou, die jetzt auf dem Peloponnes lebt, schrieb uns:
Es hat geregnet, wohltätig, der Boden belebt sich nach langer Trockenheit, Keimblätter des gelben Klees sprießen zwischen dem toten Gras hervor und Herbst liegt in der Luft. Da beginnt endlich die Zeit, in der das Pflanzen und Säen auf den verbrannten Bergen möglich wird.
Nach langem Suchen habe ich in diesem Sommer Anschluss an eine Gruppe gefunden, die sich „Friends of Taygetos“ nennt und ihren Sitz in Piges, einem kleinen Dorf in Alagonia oberhalb von Kalamata hat. In Piges sind letztes Jahr 8 Häuser verbrannt, natürlich blieben auch nur wenige Obst- und Olivenbäume verschont, von den Hochwäldern der Berge rundum ganz zu schweigen. Die Gruppe, die vor allem aus Amerika-Rückkehrern besteht, hat schon im vergangenen Frühjahr mit kleinen Neuanpflanzungen rund um die Dörfer begonnen. Von ihren amerikanischen Freunden erhielten sie einen 4×4 Kleinlaster mit Pumpe und Wassertank, mit dem sie die neu angepflanzten Bäume wässern und die umliegenden Dörfer schützen. Jetzt haben sie sogar ein richtiges Feuerwehrauto aus den US erbettelt, worauf sie zu Recht stolz sind. Auch haben sie endlich die Genehmigung des Forstamtes für Wiederbewaldungen erhalten, so dass es losgehen kann. Ich bin froh, dass ich für das gesammelte Spendengeld aus Deutschland und Österreich – insgesamt ca. 2500 Euro – eine sinnvolle Verwendung gefunden habe.
Aus der Mani schreibt uns Dagmar Eggers zum Thema Brandschutz:
In Skoutari (Mani) ist unter Federführung und ständigem Einsatz von Thalis eine freiwillige Feuerwehr entstanden, die u.a. im Sommer Feuerwachen eingerichtet haben, aus Spenden deutscher Touristen Feuerwehrautos, -Schläuche etc bekommen haben. Am Samstag findet in Gythion zur finanziellen Unterstützung ein Rockkonzert statt, die Eintrittsgelder wandern in die Brandschutzkasse. Im Grunde genommen ist das alles ein gutes Beispiel dafür, dass es erst einmal EINEN Menschen braucht, der Ideen und Kontakte und Durchsetzungswillen braucht, um etwas auf die Beine zu stellen. Und dann bekommt er/sie auch Unterstützung!“
Lesen Sie mehr zu diesem Thema im internet unter: www.dkiz.gr , www.vdgg.de , www.olympianature.gr , www.griechenland.net
Erstellt in 6 Europäisches Netzwerk, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 6 November 2008