Waldbrand am Hymettos, am 25. Juni 2008
Das Feuer brach am 25. Juni 2008, mittags um 12.45 h, an der Nordost-Seite des Hymettos, am Fuss des Gebirges in der Gegend von Glyka Nera, bei einer Windstärke von 6 – 7 Beaufort aus. Um 12.55h erhielt die Freiwillige Waldschutzgruppe Kaissarianis die Aufforderung zum Einsatz und die 3 kleinen Feuerlöschwagen fuhren über die Attiki Odos zur Brandstelle, wo sie sofort den Kampf mit dem Feuer aufnahmen. Aufgrund des starken Windes und des unzugänglichen Geländes mit einer Steigung von mehr als 45 % erklomm das Feuer mit grosser Geschwindigkeit die Höhen des Hymettos. Um 13.30h kamen Löschflugzeuge zum Einsatz.
Gegen 14.00h konnten die Flugzeuge die Feuerfront an der Grenzlinie der Nordwestseite des Berges aufhalten, 100 m bevor sie eine Schlucht erreichte, wo die Bekämpfung des Feuers unmöglich gewesen und somit der ganze Berg abgebrannt wäre.
Die Berufsfeuerwehr forderte die EDDK (Freiwillige Waldschutzgruppe der Gemeinde Kaissarianis) auf, den Magirus-Feuerwehrwagen (liebevoll „Alarich“ genannt) im Abstand von 1 km, südlicher und unterhalb der Feuerfrontlinie zusammen mit 10 Wassertankwagen der Bezirksverwaltung aufzustellen, um so die letzte Angriffslinie zur Rettung des Waldes zu organisieren, für den Fall, dass die Feuerfront sich nach Süden bewegen würde. Gleichzeitig bat die Berufsfeuerwehr die EDDK, Gruppen Freiwilliger zu senden, die dort zum Einsatz kommen sollten, wo die Feuerfront gestoppt werden konnte. Vier Abteilungen (65 Freiwillige) erreichten diese Stelle um 14.40h und begannen mit der Feuerbekämpfung in diesem schwer zugänglichen Gelände, mit beständigem Wiederaufflammen der Brandherde und starker Rauchentwicklung.
Um 17.00h erbat die Berufsfeuerwehr den Einsatz des Magirus Feuerwehrwagens und der Tankwagen direkt an der Feuerfront zur Unterstützung der Freiwilligen.
Der Magirus übernahm den Einsatz und arbeitete ohne Unterbrechung bis 4.00h morgens des 26. Juni. Er unterstützte das angeschlossene Schlauchnetz mit mehreren Verzweigungen, mit einer Gesamtlänge von 5 km. Die fortwährende Wasserbelieferung wurde durch die Tankwagen der Bezirksverwaltung sicher gestellt.
Bei dem Unternehmen waren 150 Freiwillige der EDDK im Einsatz, darüber hinaus unterstützten weitere Hilfsgruppen aus dem Netzwerk der EDDK, wie folgt: 60 Pfadfinder, 17 Personen der Waldschutzgruppe Ilioupolis; 20 Jeeps der Attika-Gruppe transportierten Material, 10 Funkamateure halfen bei der Weitergabe der Meldungen.
Es gab drei leicht Verletzte.
Das Unternehmen endete am Donnerstag, 26. Juni 2008, 17.00h.
Bei seinem ersten Einsatz am Hymettos hat „Alarich“ bei der Bekämpfung des Feuers und der Begrenzung des verbrannten Gebietes auf 1000 Stremmata (100 Hektar) die ausschlaggebende Rolle gespielt. Mit seinem Einsatz hat der Feuerwehrwagen bewiesen, wie sinnvoll die Schenkung der Deutsch-Griechischen Gesellschaften und der Griechenlandhilfe Tübingen war, und die Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten dieser freiwilligen Waldschutzgruppe aufgezeigt.
Erstellt in 5 Griechischer Alltag, 7 Umweltschutz und Tierschutz am 30 Juni 2008