– Delikatessen und Sommertipps
Der große Renner beim Buffet, das der diesjährigen Hauptversammlung des DKIZ folgte, waren die eingelegten Tomaten unserer Kontaktfrau für den Peloponnes Rechtsanwältin Christina auf dem Graben. Der großen Nachfrage wegen hier endlich das Rezept:
Trockene Tomaten (liastes domates) in Wasser einweichen. Fenchelsamen (marathosporos), 1-2 Lorbeerblätter und Basilikum bereitstellen, große Blätter in Stückchen schneiden. Knoblauchzehen in Scheiben schneiden. In ein breites Gefäß eine Lage Tomaten geben und auf jede Tomate ein bißchen Basilikum und eine Scheibe Knoblauch. Die Lage mit ein paar Fenchelsamen bestreuen und mit gutem Olivenöl bedecken. So weiter fortfahren. Zuletzt bzw. je nach Menge auch dazwischen Lorbeer in das Gefäß geben. Wichtig: Die Tomaten müssen mit Olivenöl bedeckt sein, sonst schimmeln sie. Außerdem gibt es den Tomaten Aroma. Wenn man widerstehen kann, die Tomaten mindestens einen Tag ziehen lassen, damit die Aromen sich entfalten können.
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Zucchini–Zeit: Jeden Morgen ist eine neue Ernte in unserem Ökogarten nachgewachsen. Alle gängigen Rezepte sind zwischenzeitlich reichlich bekannt, werden etwas langweilig. Die Lust Abwechslung auf den Tisch zu bringen ist groß. „Rote Linsen mit Zucchini“ ist ein Vorschlag aus Indien, entnommen dem sehr empfehlenswerten vegetarischen Kochbuch mit Rezepten aus 45 Ländern von Madhur Jaffre:
180 gr. rote Linsen - 500 gr. Zucchini, in 2,5 cm dicke Scheiben geschnitten - ¼ TL gemahlene Kurkuma - Meersalz - 4 EL Olivenöl - 4 grüne Kardamomkapseln - 4 cm Zimtstange - 2 Lorbeerblätter
½ TL Kreuzkümmel - 1 mittelgroße Zwiebel, sehr fein gehackt - 2 TL geschälter, fein geriebener frischer Ingwer - 3 zerdrückte Knoblauchzehen - frisch gemahlener schwarzer Pfeffer - ½ TL Cayennepfeffer - einige Spritzer frischen Limetten- oder Zitronensaft.
Die Linsen mit 1 Liter Wasser in einem Topf mit schwerem Boden aufkochen (Achtung: kocht schnell über). Aufsteigenden Schaum abschöpfen, Kurkuma unterrühren. Fast ganz zugedeckt bei schwacher Hitze weich köcheln. 1 Teelöffel Salz unterrühren. Während die Linsen garen, Öl in einer Antihaft-Pfanne oder Wok bei mittlerer bis hoher Temperatur sehr heiß werden lassen. Kardamom, Zimt, Lorbeerblätter und Kreuzkümmel kurz einrühren, dann die Zwiebel hinzufügen und unter Rühren anbräunen. Den Ingwer und Knoblauch 1 Minute mitrühren. Nun die Zucchini mit Pfeffer, Cayennepfeffer und ¼ TL Salz dazugeben, ganz wenig Wasser hinzufügen und 3 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Die Linsen vorsichtig untermischen und nochmals 1 Minute schwach erhitzen. Vor dem Servieren evtl. noch mit etwas Salz abschmecken und mit Limetten- oder Zitronensaft beträufeln. Auch frischer Koriander vor dem Servieren verfeinert den Geschmack.
Dazu passt Reis oder auch Fladenbrot. Guten Appetit wünscht Ingrid Spieker
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Bei der Vorratslagerung von Gemüse sollten Sie beachten: Marouli, andere Salate und Blattgemüse halten sich länger frisch, wenn sie, in leicht angefeuchtetes Zeitungspapier gewickelt, im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden .Von Karotten gleich das Blattgrün entfernen, es entzieht nur Wasser und Nährstoffe! Tomaten haben im Kühlschrank nichts verloren, sie verlieren nur ihren Geschmack und ihre Ausdünstung wirkt sich negativ auf die Frische des übrigen Gemüses aus.
Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch in Griechenland die Ameisenplage. In der Küche, im Speisezimmer, auf den Balkonen marschieren sie fröhlich umher. Ein für Menschen und Haustiere ungefährliches, erprobtes Hausmittel ist Eukalyptus-Öl. Bestreichen Sie die befallenen Stellen, die sogenannten Marschwege mit diesem Öl; Sie werden sich wundern, mit welcher Geschwindigkeit die Ameisen verschwinden und nicht wieder erscheinen, solange die Duftwirkung des Öls anhält. Das Öl erhalten Sie in Apotheken.
Erstellt in Nützliches am 4 August 2007
Unsere heutige Lebensweise bringt es mit sich, dass wir uns meist zu wenig bewegen. Um Gesundheitsschäden aufgrund von Bewegungsmangel vorzubeugen bzw. solche Schäden wieder zu beheben, schlagen Forscher mindestens 30 Minuten moderate Bewegung am Tag vor. Bisher empfahlen Ärzte körperliche Aktivität und Sport meist als Prophylaxe, um den Ausbruch von Krankheiten und Leiden zu vermeiden.
Doch seit kurzem erkennen Spezialisten aus vielen Fachgebieten, Psychiater und Onkologen, Orthopäden, Demenzforscher und Kardiologen: Den Körper in Gang zu bringen hilft Menschen auch dann, wenn sie schon längst krank sind. Moderate, aber regelmäßige Bewegung wirkt nicht nur vorbeugend, sondern auch heilend.
In vielen Fällen ist dosiertes Training - schnelles Spazierengehen, normales Nordic Walking, Schwimmen oder sonstige flotte bzw. rhythmische Bewegungen - eine Ergänzung bewährter Therapien. Häufig, so zeigen neue Studien, wirkt Bewegung sogar besser als teure Tabletten und High-Tech-Medizin. Sie kann gesundmachende Zellen im Körper wachsen lassen, Krankheitsverläufe umkehren und sogar die Lebenserwartung erhöhen.
Mehr darüber in der Zeitschrift „Der Spiegel“ 5/2006 vom 30.1.06 und im SPIEGEL Special 4/2006 vom 13.6.06, zu erhalten übers Internet: http://service.spiegel.de/digas/servlet/find/DID=45624844
und/oder: Klaus Michael Braumann, Die Heilkraft der Bewegung, Hugendubel 2006
Erstellt in Empfohlen wird, Nützliches am 4 August 2007
„Ein Lied für Argyris“ heißt der letztes Jahr fertiggestellte Film von Stefan Haupt, der beim Dokumentarfilm-Festival Thessaloniki 2007 den Publikumspreis erhielt und vorher für den Schweizer Filmpreis 2006 nominiert worden war.
Distomo ist ein Bauerndorf in Griechenland. Hier überlebt der kaum vier Jahre alte Argyris ein Massaker der Waffen-SS, bei dem er seine Eltern und 30 weitere Angehörige verliert. Mehrere Jahre verbringt der Junge anschließend in Waisenhäusern rund um Athen, unter Tausenden von Kriegskindern, bis eine Delegation des Roten Kreuzes ihn mitnimmt in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen. Jahre später schließt er an der ETH Zürich sein Studium in Mathematik und Astrophysik mit der Promotion ab. Bald schon unterrichtet er an Zürcher Gymnasien, beginnt griechische Dichter ins Deutsche zu übersetzen und arbeitet später mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Zurück in Europa reist er häufiger zwischen der Schweiz und Griechenland hin und her; die Aufenthalte in der alten Heimat werden immer länger.
Wie lebt man mit einer solchen Geschichte, mit der ganzen Unfassbarkeit des Krieges? Argyris Sfountouris, mittlerweile 67 Jahre alt, ein Mann von gewinnendem Charme und melancholischer Heiterkeit, hat sich Zeit seines Lebens mit dem Wahnsinn auseinandergesetzt, der ihm als Kind widerfahren ist. Aus der Begegnung mit ihm hat Stefan Haupt ein erschütterndes Filmportrait geschaffen, das lange nachwirkt.
Der Kinostart in Deutschland war am 17.5.07, im Herbst soll er auch in die griechischen Kinos kommen. Mehr im Internet über:
http://www.delicatessen.org/argyris.html oder http://www.fontanafilm.ch/DOKFILME/argyris
Erstellt in Empfohlen wird am 4 August 2007
Der DAAD informiert
Wer den Nachweis deutscher Sprachkenntnisse für ein Studium in Deutschland benötigt, hat es in Zukunft leichter. Musste man bisher das Kleine Deutsche Sprachdiplom (KDS) vorweisen, gibt es jetzt eine Alternative: die TestDaF-Prüfung, vom Schwierigkeitsgrad her zwischen Mittelstufe und KDS. Sie wird ab jetzt auch vom Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Athen (DAAD-IC) abgenommen.
Eine bestandene TestDaF-Prüfung wird von allen deutschen Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) als Sprachzertifikat anerkannt.
Außer in Athen wird TestDaF auch im Goethe-Zentrum Chania angeboten, Informationen über Tel. 28210-41874 (Frau Bartel), goethe@chania-cci.gr
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Erstellt in 3 Ausbildung - Beruf am 4 August 2007
In Paleon Faliron bei Athen gibt es den Englischen Soldatenfriedhof. Er ist zugleich die größte zusammenhängende Parkanlage im südlichen Athener Becken. Eukalyptus-, Pinien- und Olivenbäume umgaben diese Gedenkstätte. In diesem dicht besiedelten Wohngebiet bildeten die Bäume eine „grüne Lunge“ und boten zahlreichen Singvögeln Nistmöglichkeiten; zweimal jährlich boten sie Raststätten für die wandernden Zugvögel. Am 21. Mai 2007 war es plötzlich vorbei mit diesem ökologischen Idyll. Bulldozer und Holzfäller beseitigten ca. 35 große Bäume, darunter auch mehrere Pinien, die in Griechenland gesetzlich besonders geschützt sind. Eilig wurden Holzstämme abtransportiert, die Reste der Pinienstämme, soweit noch nicht aus dem Boden geholt, mit Erde bedeckt. Nachfragen ergaben, dass eine Neugestaltung der Anlage geplant sei – mit englischem Rasen und Palmen. Mitglieder des DKIZ protestierten gegen diese Aktion unter Hinweis auf die Zerstörung der mediterranen Fauna, den Verstoß gegen das Schutzgebot für Pinien und das Vernichten der mit Jungvögeln besetzten Vogelnester. Dank des europäischen Frauennetzwerkes – beteiligt waren Deutsche, Französinnen, Griechinnen, Engländerinnen und Irinnen und dank der modernen Technologie des Internet konnte dieser Protest weit gestreut werden. Mit mehr als 150 E-Mails erreichte er nicht nur die für den Englischen Soldatenfriedhof in Paleon Faliron allgemeinzuständige Commonwealth War Grave Commission in Großbritannien bzw. die örtlich zuständige in Thessaloniki, sondern auch den Kommissar für Umweltfragen der Europäischen Kommission und zahlreiche andere Umweltorganisationen. All das hatte zur Folge, dass gegenwärtig keine weiteren Bäume gefällt werden! Es bleibt zu hoffen, dass auch das geplante „neue Design“ mit weitläufigem englischen Rasen (und das angesichts der allgemeinen Forderung nach sparsamen Umgang mit Wasser!) und Palmen (kein Nistraum mehr für Vögel!) unter dem Aspekt der Beeinträchtigung des Mikroklimas noch einmal überdacht wird.
Dank an die engagierten Frauen, die dies Ergebnis erzielt haben. Und merke: Umweltschutz geht uns alle an!
Erstellt in 7 Umweltschutz und Tierschutz am 4 August 2007
Der DAAD informiert
Neue Berufsbilder
Wer sich im medizinischen Bereich qualifizieren will, muss nicht unbedingt Arzt werden! Der Bachelor/Master-Studiengang „Medizinische Physik“ an der Universität Düsseldorf könnte eine Alternative sein. Er bietet neben einer interdisziplinären Beschäftigung mit verschiedenen Naturwissenschaften auch hervorragende Berufsaussichten, z.B. in der Diagnostik und Strahlentherapie, der medizintechnischen Industrie und Grundlagenforschung sowie in Arbeitsfeldern wie Rechtsmedizin oder Strahlenschutz. Die Universität Düsseldorf hat neben einer einschlägigen Internetseite (www.medizinphysik.uni-duesseldorf.de) eine elektronische Fachstudienberatung Medizinische Physik eingerichtet, zu erreichen über die Email-Adresse: Thomas.Heinzel@uni-duesseldorf.de.
Erstellt in 3 Ausbildung - Beruf am 4 August 2007
In „schnell und aktuell“ vom Mai ´07 hatten wir über die faszinierenden Ergebnisse der modernen Hirnforschung zur frühen zweisprachigen Kindererziehung berichtet. Jetzt erhielten wir vom Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes die Information, dass am 17. und 18. September 2007 in Saarbrücken ein Internationaler Kongress zum Thema „Frühkindliche Mehrsprachigkeit als Baustein einer gelungenen Bildungsbiografie“ stattfindet. Es handelt sich um einen praxisorientierten Fachkongress für Erzieher, Lehrer, Pädagogen, Wissenschaftler und, last not least, Eltern. Zahlreiche renommierte Wissenschaftler aus Europa, aber auch aus Brasilien und Hongkong werden nicht nur die methodisch-didaktischen Aspekte und die neurophysiologischen Hintergründe darstellen, sondern auch in workshops über Möglichkeiten der Planung und der praktischen Umsetzung zweisprachiger Projekte informieren. Unseren Mitgliedern senden wir auf Email-Anfrage hin gern das ausführliche Kongressprogramm zu.
Für unseren Leserkreis hier noch einmal die Vorteile des Bilingualismus wie sie Professor Colin Baker (Universität Wales), einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet des Bilingualismus (weitestgehende Zweisprachigkeit), zusammenfasst. Nach seiner Einschätzung sind in Forschungsprojekten in der ganzen Welt folgende Vorteile der frühkindlichen Zweisprachigkeit festgestellt worden:
• Zweisprachige Kinder haben zwei oder mehr Wörter für Gegenstände und Gedanken. Deshalb sind die Verbindungen zwischen Wörtern und Begriffen nicht sehr eng, was diesen Kindern ein flüssigeres, flexibleres und kreativeres Denken ermöglicht als den einsprachigen. Sie können natürlicher und ausdrucksvoller kom- munizieren, sie behalten eine bessere Beziehungsstruktur zu Eltern und Großeltern sowie zum örtlichen und überörtlichen sozialen Umfeld. Sie ziehen den Nutzen aus zwei verschiedenen Deutungsmustern in Literatur, Traditionen, Ideen sowie in Denk- und Verhaltensweisen. Sie können als eine Brücke zwischen Menschen verschiedener Hautfarbe, verschiedener Religionen und verschiedener Kulturen dienen.
• Zwei Sprachen ermöglichen eine breitere kulturelle Erfahrung, größere Toleranz gegenüber Unter -schieden und, vielleicht, eine Zurückdrängung des Rassismus.
Nützen wir also das Kapital, das wir in unseren bi-nationalen Familien haben mit der systematischen mehrsprachigen Erziehung unserer Kinder vom Moment des Sprachbeginns des Kindes!
Erstellt in 3 Ausbildung - Beruf am 4 August 2007
Drei Vorschläge für die Ferien-Büchertasche
„Insel der Vergessenen“ von Victoria Hislop, übersetzt von Angelika Felenda, 2007, Heyne-Verlag. (Griechische Ausgabe: «Το νησί», μετάφρ. Μιχάλη Δελέγκου, Εκδόσεις Διόπτρα 2007).
Der Roman ist spannend geschrieben und enthält außer der fiktiven Handlung viel sorgfältig recherchierte Informationen zum Leben und der Gesellschaft auf Kreta im letzten Jahrhundert. Die “Titel – Insel“ ist Spinalonga nördlich von Kreta. Sie war von 1903 bis 1957 „Lepra-Kolonie“, d.h. die in Griechenland an Lepra Erkrankten wurden dorthin verbannt und blieben bis zu ihrem Tod. Erst als in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts Therapien gegen Lepra (Aussatz), diese älteste Krankheit der Menschheit, entwickelt wurden, konnte die Lepra-Kolonie aufgelöst werden. Erzählt wird eine Familiengeschichte über drei Generationen, spannend geschrieben mit allen Emotionen, die Liebe, Trauer, Tod und Geburt auslösen. Prima geeignet, als gute Unterhaltungslektüre am Strand gelesen zu werden.
Auch unsere 2.Empfehlung für die Büchertasche: „Der kretische Gast“ von Klaus Modick (Verlag Piper 2005) spielt auf Kreta in der Zeit von 1943 bis 1945 und auf einer 2. Handlungsebene 1975 in Hamburg bzw. auf Kreta. Das Buch ist Zeitgeschichte und Thriller zugleich, verbunden mit einer Liebeserklärung an Kreta und seine Menschen. Es liest sich leicht und spannend, ohne seicht zu sein, eben gute Unterhaltungslektüre für die Sommerferien. (Griechische Ausgabe:“ Μουσαφίρης στην Κρήτη“, μετάφρ. Νίκου Δελιβοριά, Εκδόσεις Κέδρος 2005).
Angesichts der faszinierenden Ergebnisse, die die moderne Hirnforschung derzeit liefert, ist das Buch „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ von Gerald Hüther, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht 2006 unsere dritte Empfehlung zwar keine Lektüre für den Strand, aber als Sachbuch für Mußestunden in den Ferien gut geeignet
Der renommierte Hirnforscher übersetzt die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie in eine verständliche Sprache und zeigt dem Leser auf, wie er konkret für sein eigenes Leben daraus profitieren kann. In der modernen Hirnforschung wurden bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Die sogenannte Plastizität des menschlichen Gehirns bedeutet, dass es lebenslang veränderbar, ausbaubar, anpassungsfähig ist. Sogar die Masse der Gehirnzellen ist, im Gegensatz zur früheren Auffassung der Wissenschaftler, nicht endgültig festgelegt, sondern kann im Verlauf des Lebens noch zunehmen. Nach den neuesten Erkenntnissen der Hirnforscher hat die Art und Weise der Nutzung des Gehirns einen entscheidenden Einfluss darauf, welche neuronalen Verschaltungen angelegt und stabilisiert oder auch destabilisiert werden. Daraus ergibt sich die Frage, wie wir eigentlich mit unserem Gehirn umgehen müssten, damit es zur vollen Entfaltung der in ihm angelegten Möglichkeiten kommen kann. Hüther gelangt zu Erkenntnissen, die unser gegenwärtiges Weltbild erschüttern und uns zwingen, etwas zu übernehmen, was wir bisher allzu gern an andere Instanzen abgegeben haben: Verantwortung.
Erstellt in Empfohlen wird am 4 August 2007
Unser Mitglied Christel Schneider-Andrikopoulou berichtet:
“Anfang dieses Jahres stand fest, dass ich eine Hüftprothese benötigen würde, um schmerzfrei laufen zu können. Da ich alleinstehend bin, zeigte sich klar, dass eine Operation in Deutschland für mich die beste Lösung wäre, denn dort benötigt man keine private Betreuung (Apoklistiki) während des Krankenhaus-aufenthalts, auch kein “Fakelaki”, man muss auch keine Blutspender beibringen, sondern kann vorab Eigenblut geben bzw. das verlorene Blut wird während der OP aufgefangen, aufbereitet und bei Bedarf wieder zugeführt. Noch im Krankenhaus werden intensive Therapie-Behandlungen vorgenommen, und danach besteht die Möglichkeit - das gibt es nur in Deutschland und in keinem anderen EU-Land! - sich in einer Reha-Klinik mit Fachärzten und –therapeuten auf den Alltag und ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Natürlich ist eine private Behandlung auch eine Kostenfrage, obwohl in meinem Falle die Rechnungen längst nicht so hoch waren, wie ich erwartet hatte. Durch persönliche Erlebnisse war ich immer bemüht, mich privat zusätzlich zu versichern; so hatte ich 1991 eine Versicherung abgeschlossen, die allerdings nicht billig ist, da ich bei Vertragsbeginn fast 50 Jahre alt war. Ich möchte allen jungen Menschen raten, entsprechende Vorsorge zu treffen, die auch für einen geringen Jahresbeitrag zu bekommen ist. Ich habe in den vier Wochen in der Reha-Klinik u.a. auch viele junge Menschen kennen gelernt, die nach Unfällen systematisch und gezielt wieder therapiert wurden. Es gibt inzwischen verschiedene Operationsmethoden, die entscheidend für den Genesungsverlauf sind. Ich wurde in meiner Heimatstadt im Anna-Hospital Herne-Wanne operiert, und der Leiter der Orthopädie, Professor Dr. Georgios Godolias vertritt dort unser Griechenland fabelhaft. Zum Schluss noch eine ganz wunderbare Erfahrung: Ich war über viele Jahre Blutspenderin. Nun musste ich selbst eine Blutübertragung bekommen. Ich bin unendlich dankbar, dass ich erleben konnte, wie man sich nach einer solchen Gabe fühlt und möchte an dieser Stelle auch für freiwillige Blutspender unter unseren jüngeren Mitgliedern werben.“
Erstellt in 4 Gesundheit - Rente am 4 August 2007