DKIZ

Deutsches Kontakt- und Informationszentrum in Griechenland

Archive for Dezember, 2006

Spruch des Monats Dezember

Wo Friede herrscht, wird das Messer zum Rasieren gebraucht.

(Weisheit aus dem Kongo)


Erstellt in Nützliches am 12 Dezember 2006

Feinschmecker-Tipp für das Weihnachtsessen

Es muß nicht immer Pute sein…! 
In Nord-Griechenland ist Wildschweinbraten ein klassisches Weihnachtsgericht. Für ein festliches Essen benötigen Sie ca. 4 – 5 kg. Wildschweinfleisch (bevorzugt Keule oder griechisch: „bouti“), das Sie vor dem Braten einige Tage beizen müssen. Bewährt hat sich eine Rotwein-Beize. Dazu benötigen Sie 2 Fl. trockenen Rotwein, eine große, in Scheiben geschnittene Zwiebel, 10 schwarze Pfefferkörner, 5 Körner Bacharika (Piment), 8-10 Wacholderbeeren, 3-4 Lorbeerblätter, etwas getrocknete Kräuter (Rosmarin, Basilikum, Rigani), Schale von einer ungespritzten Orange, etwas fein geschnittene Petersilie und Sellerie. Sämtliche Gewürze mit ½ l Wasser aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, anschließend den Rotwein dazu geben, noch einmal aufkochen lassen und die kochend heiße Beize über das Fleisch geben, wobei man darauf achten muß, dass dieses ganz bedeckt ist – notfalls weiteren Rotwein dazu geben!

Das Fleisch hält sich in der Beize 2 Wochen frisch, Kühlschrank nicht erforderlich! Es sollte täglich gewendet werden und mindestens 2 Tage in der Beize marinieren.

Für den Braten lassen Sie Butter im Topf heiß werden und geben das gut abgetrocknete, mit Salz und Pfeffer eingeriebene Fleisch hinein. Bei guter Hitze von beiden Seiten schnell bräunen, anschließend etwas Rotwein-Beize dazu geben. Achtung – nicht zu viel Flüssigkeit auf einmal, Beize immer nur nach und nach und neben das Fleisch geben. Während der Bratzeit Topf immer geschlossen halten, egal ob Zubereitung auf Herd oder im Backofen. Erst, wenn es weich ist (nach ca. 3 Stunden) etwas unter dem Grill bräunen.

Soße: Fleisch heraus nehmen, warm stellen, Soße durch ein Sieb geben und nach Geschmack mit entweder Rotwein oder Cognac oder Zitronensaft und Pfeffer und Salz würzen. Anschließend Sahne oder Yoghurt sakkoulas  zur Abrundung dazu geben, Menge nach persönlichem Geschmack.

Dazu passt das klassische griechische Pilafi oder, wenn kalorienbewußter, körniger Reis mit Pilzen und Erbsen.

Erstellt in Nützliches am 12 Dezember 2006

Aufenthalterlaubnis (adeia diamonis os politis tis Evropaikis Enosis)

Leider ist sie immer noch erforderlich, die Aufenthaltserlaubnis für Europabürger. Zwar gilt seit dem 30. April 2006 auch in Griechenland die neue Richtlinie der EU ( 2004/38/EG ), mit der den Bürgern die Mobilität in der Europäischen Union erleichtert werden soll. Durch diese Richtlinie werden Verwaltungsformalitäten abgebaut. Aber auch nach der neuen Richtlinie müssen EU Bürger, die ihren Wohnsitz in einen anderen Mitgliedsstaat - hier Griechenland – verlegen möchten, dort erwerbstätig sein oder über ausreichende Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts verfügen. Nach fünf Jahren ununterbrochenem Aufenthalts im Gastland erhalten Unionsbürger und ihre Familienangehörige nach dieser Regelung jedoch ein Daueraufenthaltsrecht, das an keinerlei Voraussetzungen mehr gebunden ist (Fundstelle: Website der Europäischen Union http://ec.europa.eu). Wir haben uns beim KEP – dem griechischen Bürgerservice - danach erkundigt, wer dafür zuständig ist, die vereinfachte Aufenthaltserlaubnis bzw. die Bescheinigung über das unbeschränkte Daueraufenthaltsrecht auszustellen. Wir erhielten die Auskunft, dass dafür weiterhin die Ausländerämter zuständig sind. Das Verfahren ist gebührenfrei.

Erstellt in 2 Rat / Recht, 8 Wir und Europa am 12 Dezember 2006